Contest-FAQ

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Inhaltsverzeichnis

Über diese FAQ

Wozu diese FAQ?

Um Einsteiger über das Contesten auf KW bzw. UKW aufzuklären.

Wie kann ich etwas beitragen?

Jeder darf mitmachen!

  • einfach ANMELDEN und BEARBEITEN, es ist ziemlich einfach
  • zum Anmelden bitte das eigene Rufzeichen benutzen

Was ist zu tun?

  • Tippfehler korrigieren
  • Antworten verbessern
  • Neue Fragen stellen

Führt das nicht ins Chaos?

Kann sein, muss aber nicht sein. Das hängt von uns ab. Generell sollte man nur den betreffenden Abschnitt bearbeiten. Das schützt zumindest technisch vor gegenseitigem Überschreiben.

Darf ich diese FAQ reproduzieren?

Die FAQs stehen unter der Gnu Free Documentation License. Eine weiterführende und freie Nutzung der Contest-FAQs ist damit gewährleistet.

Motivation

Warum am Contest teilnehmen?

Jeder hat seine eigenen Gründe. Dazu gehören:

  • die einfache Möglichkeit ein seltenes DX zu arbeiten
  • die Betriebstechnik zu verbessern
  • den Umgang mit der eigenen Station zu üben
  • Verbesserungen an Station und Antennen zu testen
  • sich mit Gleichgesinnten sportlich zu messen
  • Teil der Contest-Community sein
  • Weil man Mitglied in der RRDXA, im BCC oder einem sonstigen Contestclub ist
  • und weil es einfach Spaß macht

Vielfältige Gründe führen Contestteilnehmer zusammen. Dabei profitieren die QRP-Leute von den gestockten 40-m-Yagis in USA. Die Profis mit Riesenstationen freuen sich über die vielen kleinen Signale, die Spaß und Punkte bringen.

Sollte man als „Einzelkämpfer“ oder als Teil einer Mannschaft (Mehrmannwertung) teilnehmen?

Diese Frage lässt sich gar nicht so leicht beantworten. Die Entscheidung, ob man sich allein oder gemeinsam mit anderen Funkfreunden in das Contestgetümmel stürzt, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Zunächst einmal wäre die Frage zu klären, ob es überhaupt noch gleichgesinnte Mitstreiter in meinem Club (gemeint ist hier der DARC-Ortsverband) gibt. Lautet die Antwort "Ja", kann darangegangen werden, weitere Details zu planen und zu organisieren. Der Vorteil einer Contestteilnahme in der Mehrmannwertung liegt unter anderem auch darin, dass sich die Belastungen für den Einzelnen in überschaubaren Grenzen halten lassen. Des Weiteren besteht die Chance, eine Platzierung zu erreichen, von der man als Einmannstation mit eher bescheidenen Möglichkeiten nur träumen kann. Und zu guter Letzt ist auch der Spaßfaktor nicht zu unterschätzen. Für die Teilnahme in einer Einmannkategorie spricht die Tatsache, dass man sich hier auch in Einbandwertungen einbringen kann und bei seiner Teilnahmeplanung nicht auf andere Rücksicht nehmen muss.

Sport, Regeln

Wie wird der Gewinner ermittelt?

Der Gewinner in jeder Kategorie ist die Station mit den meisten Punkten. Der jeweilige Veranstalter (ein Verband, ein Verein, eine Zeitschrift...) sammelt alle eingehenden Logs, vergleicht sie miteinander, streicht falsche oder nicht bestätigbare Verbindungen und berechnet dann nach den Regeln für jeden Teilnehmer die tatsächliche Punktzahl. Die Platzierungen stehen deshalb oft erst Monate nach dem Einsendeschluss fest und werden fast immer auch im Internet veröffentlicht. Oft gibt es weitere Auswertungen nach Kontinent, Land oder Distrikt. Eine bestimmte Anzahl von Platzierten hinter dem oft mit einer Plakette oder einem Pokal ausgezeichneten Gewinner bekommt meistens noch Urkunden.

Wie werden die Punkte im KW-Contest gezählt?

Jedes QSO bringt eine bestimmte Punktzahl. Diese hängt auch vom QTH des QSO-Partners ab. In vielen Contesten zählt ein DX-QSO mehr als ein QSO mit dem eigenen Kontinent. Beispielsweise erhält man im CQ-Worldwide-DX-Contest für ein DX-QSO 3 Punkte und für ein Europa-QSO 1 Punkt. Im IOTA-Contest zählen Inseln besonders viel, im Russian-DX-Contest solche mit russischen Stationen. In manchen Contesten gibt es Punkte in Abhängigkeit von der Betriebsart oder vom Frequenzband.

Wie werden die Punkte im UKW-Contest gezählt?

In UKW-Contesten wird die überbrückte Entfernung zur Berechnung der Endpunktzahl herangezogen. Dabei zählt 1 km = 1 Punkt. Grundlage der Entfernungsberechnung ist das Maidenhead-QTH-Locator-System. Der Abstand zwischen QTH-Locator JO62QM (Berlin Mitte) und JN58TD (München Nord-Ost) beträgt 502 km. Ein QSO zwischen Stationen mit diesen QTHs würde 502 Punkte zählen.

Wie berechne ich meinen Maidenhead-QTH-Locator für UKW-Conteste?

Viele Logbuchprogramme bieten diese Möglichkeit, aber auch im Internet findet man über Suchmaschinen viele Webseiten, auf denen man anhand von GPS-Koordinaten seinen QTH-Locator berechnen kann. Zudem bieten alle handelsüblichen GPS-Empfänger die Möglichkeit, die aktuelle Position im "Maidenhead-Format" anzuzeigen.

Kennt man seine geographischen Koordinaten, so kann man auf der Amsat-Webseite seinen Locator berechnen lassen. Noch komfortabler geht es über die Google-Maps-Webseite von OM Laurent, F6FVY. Dort kann man auf einer Karte einfach auf das eigene Haus klicken und bekommt den zugehörigen Locator angezeigt.

Was ist ein Multiplikator? (KW)

Genau so wie man für jedes QSO Punkte bekommt, gibt es in nahezu allen Contesten Multiplikatoren für bestimmte QSOs. Beispielsweise erhältst Du in vielen Contesten für jedes neu erreichte DXCC-Gebiet auf jedem einzelnen Band einen Multiplikator. Das Endergebnis wird dann durch Multiplikation der Summe der QSO-Punkte mit der Summe der Multiplikatorpunkte ermittelt.

Beispiel: Du hast 100 Stationen mit 2 Punkten pro QSO gearbeitet und dabei 20 Multiplikatoren erreicht. Dann ist Dein Endergebnis 200 x 20 = 4000 Punkte.

Was zählt als Multiplikator? (KW)

Das hängt vom einzelnen Contest ab. Hier einige Beispiele:

  • WAG-Contest (DL): Summe der auf jedem Band erreichten DXCC/WAE-Gebiete
  • WAG-Contest (nicht DL): Summe der auf jedem Band erreichten DARC-Distrikte
  • Weihnachtscontest: Summe der auf jedem Band erreichten Präfixe[1] und DOK
  • CQ-WW-DX-Contest: Summe der auf jedem Band erreichten DXCC-/WAE-Gebiete und CQ-Zonen
  • CQ-WPX-Contest: Summe der unabhängig vom Band (!) erreichten Präfixe
  • IARU-HF-Weltmeisterschaft: Summe der auf jedem Band erreichten ITU-Zonen, HQ-Stationen (Sonderstationen der Mitgliedsverbände) und Repräsentanten der IARU.

Eine für die meisten Contestprogramme verwendbare Länderdatei [2] wird von OM Jim Reisert, AD1C, regelmäßig gepflegt. Diese Datei liegt im Textformat vor, so dass sie ggf. vom Nutzer von Hand editiert werden kann, um Sonderrufzeichen oder kurzfristig angekündigte Expeditionen zu berücksichtigen.

Beachte den Unterschied zwischen DXCC- und CQ-WW-Gebieten, aber auch die R-150-S-Liste.

Gibt es Multiplikatoren auch im UKW-Contest?

In einigen regionalen Contesten zählt die Anzahl der gearbeiteten Großfelder (JO41, JO42, ...) als Multiplikator. Auch der Abstand zwischen dem eigenen Großfeld und dem der anderen Station kann als zusätzlicher Multiplikator zählen. Gleiches Großfeld zählt 1 Punkt, Großfelder, die direkt an das eigene angrenzen zählen 2 Punkte, Großfelder, die neben denen liegen, die an das eigene angrenzen, zählen 3 Punkte usw. Im Nordic-Activity-Contest erhält man pauschal für jedes QSO oberhalb von 23 cm einen oder mehrere Multiplikatorpunke. Je höher das Band, desto höher der Multiplikator. Bei den DARC-UKW-Contesten gibt es solche Multiplikatoren nicht.

Was ist ein (DXCC)-Gebiet?

Gebiete entsprechen ungefähr Ländern oder administrativen Gebieten. Es gibt aber auch eine Reihe von Inseln oder sogar Riffen, die als Gebiete zählen. Grundlage für die DXCC-Länderliste sind die Kriterien der ARRL, die das DX-Century-Club-Diplom (DXCC) herausgibt. Es gibt dort auch etliche Länder, die aus Tradition DXCC-Status haben wie beispielweise Schottland, England, Wales und Nordirland. Hingegen zählen Freistaaten wie Bayern, Sachsen oder Thüringen nicht als eigene DXCC-Länder. In vielen Contesten zählen für Europa zusätzliche Länder der WAE-Länderliste wie die Shetland-Inseln oder Sizilien.

Weiterführende Informationen unter [3][4].

Was ist eine CQ-Zone und was ist eine ITU-Zone ?

Die Welt wurde 1947 von der amerikanischen Amateurfunkzeitschrift CQ für das WAZ-Diplomprogramm[5] in 40 sog. CQ-Zonen unterteilt, die in einigen Contesten als Multiplikator dienen.

Das Ganze ist nicht zu verwechseln mit den von der ITU definierten 90 ITU-Zonen.

Welche Bänder kann ich im Contest benutzen? (KW)

Das hängt vom konkreten Contest ab. Es gibt Einband-Conteste, z.B. den DARC-10-m-Contest. Viele Conteste erlauben Funkbetrieb auf den klassischen KW-Bändern von 10 m bis 80 m, oder sogar bis 160 m. Dabei sollte man aber auch, im Interesse eines freundlichen Miteinanders mit den "Nichtcontestern" auch die von der IARU empfohlenen contestfreien Bereiche repektieren. So ist für Contestbetrieb im 80-m-Band für Telegrafie nur der Bereich von 3510 - 3560 kHz, in SSB von 3600 - 3650 und von 3700 - 3800 kHz vorgesehen. Auch auf dem 20-m-Band gibt es solche Empfehlungen. Hier ist der CW-Bereich von 14000 bis 14060 kHz und der der SSB-Sektor für Conteste von 14125 bis 14300 kHz festgelegt. Auf den WARC-Bändern 30 m, 17 m und 12 m gibt es keine Conteste.

Welche Bänder kann ich im Contest benutzen? (UKW)

Auch hier hängt das vom jeweiligen Contest ab. Ein Blick in die Auschreibungen hilft da weiter. Die DARC-UKW-Conteste finden in der Regel auf allen Bändern ab 2 m aufwärts statt. Ausnahmen sind hier der DARC-Mikrowellenwettbewerb (23 cm und höher), der UKW-Sommerfieldday (2 m bis 6 cm) und die IARU-Region-1-VHF/UHF-Conteste (nur VHF / 70 cm und höher / VHF CW). Es gibt aber auch Kurzconteste, die erst 3 Stunden auf 2 m und dann 3 Stunden auf 70 cm stattfinden. Die wöchentlich stattfindenden Nordic-Activity-Conteste sind Einband-Wettbewerbe, d.h. es wird nur auf 6 m, 4 m, 2 m, 70 cm oder 23 cm gefunkt. Allerdings werden alle Mikrowellenbänder oberhalb von 23 cm in einem Wettbewerb zusammengefasst.

Was sind die WARC-Bänder?

Die WARC-Bänder sind 30 m, 17 m und 12 m. Sie sind nach der World Amateur Radio Conference 1979 benannt, die diese Bänder für den Amateurfunk erschlossen hat. Die WARC-Bänder werden nicht für Conteste benutzt.

Kann ich eine Station mehrfach arbeiten?

Im Allgemeinen kann man eine Station einmal pro Band und/oder Band-Betriebsart arbeiten. Beispielsweise sind so im WAE-SSB-Contest 5 Verbindungen mit KC1XX erlaubt, also auf jedem Band eine. In einigen Mixmode-Contesten kann man jede Station auf jedem Band einmal in CW und einmal in SSB arbeiten. Es gibt aber Conteste, wie z.B. der Holyland-Contest, wo ausdrücklich jede Station je Band, je Mode gearbeitet werden darf. ( also 1* CW, 1*SSB, 1* RTTY usw. auf jedem Band)

Was passiert, wenn ich eine Station mehrmals auf dem selben Band in der selben Betriebsart arbeite?

Doppelverbindungen (Dupes) werden nicht gewertet, sollten aber - wenn passiert - auf jeden Fall geloggt werden. In den meisten Contesten wird heute das Cabrillo-Format verwendet und die Punktebewertung geschieht beim Auswerter. Dieser erkennt Doppelverbindungen automatisch, es entsteht einem kein Nachteil durch das Doppel-QSO.

Dupes sollten auf keinen Fall im Log gelöscht werden, ebenso sollte man (wenn man selbst CQ ruft) anrufende Stationen, die bereits (u.U. nur vermeintlich) auf dem Band gearbeitet wurden, wiederholt arbeiten und nicht mit "sri, QSO before" etc. abspeisen. Einerseits ist dies in der Regel wesentlich schneller, andererseits besteht eine hohe Chance, dass das eigene Rufzeichen bisher im Log der Gegenstation gar nicht oder falsch stand. Dafür gibt es etliche Gründe - von Vertippen über Computerabsturz mit Datenverlust bis zum nicht so seltenen Fall, dass ein CQ-Rufer einen knapp neben seiner Frequenz liegenden Anruf und Rapport für sich loggt, obwohl er gar nicht gemeint war.

Klassen, Kategorien

Warum gibt es unterschiedliche Teilnahme-Klassen?

Contest-Teilnehmer haben unterschiedliche Vorlieben, aber auch unterschiedliche technische und finanzielle Möglichkeiten. Einige möchten allein funken, andere sind gern Teil eines Teams. Einige können eine QRO-Station betreiben, andere funken barfuß oder mit QRP. Durch die unterschiedlichen Teilnahme-Klassen können alle Contester Spaß haben und sich mit ähnlich ausgerüsteten Stationen sportlich messen.

Welche Arten von Teilnahme-Klassen gibt es? (KW)

Das hängt vom konkreten Contest ab. Die Klassen des CQ-Worldwide-DX-Contests sind ein gutes Beispiel für eine sehr umfangreiche Liste möglicher Teilnahme-Klassen:

  • Single Operator High - Einmann, Maximalleistung 1,5 kWatt (oder in DL 750 Watt), kein DX-Cluster (oder Ähnliches) erlaubt.
  • Single Operator Low - Einmann, Maximalleistung 100 Watt, kein DX Cluster (oder Ähnliches) erlaubt.
  • Single Operator QRP - Einmann, Maximalleistung 5 Watt, kein DX Cluster (oder Ähnliches) erlaubt.
  • Single Operator Assisted - Einmann, Maximalleistung 1,5 kWatt (oder in DL 750 Watt), DX-Cluster (oder Ähnliches) erlaubt.
  • Multi Operator, Single Transmitter ("multi single" oder "MS") - beliebig viele Operatoren, nur ein Sende-Signal gleichzeitig in der Luft. Die anderen OP erholen sich oder suchen neue Multiplikatoren. Im CQ-WW-DX-Contest darf eine zweite Station die Multiplikatoren arbeiten.
  • Multi Operator, Two Transmitter ("multi two") - beliebig viele Operator, nur zwei Sende-Signale gleichzeitig in der Luft.
  • Multi Operator, Multi Transmitter ("multi multi") - beliebig viele Operatoren, beliebig viele Sender, nur ein Sende-Signal pro Band gleichzeitig in der Luft.

Außerdem bietet CQWW für Single-Operator-Klassen die Möglichkeit, neben einer "All-Band-Teilnahme" auch auf genau einem bestimmten Band teilzunehmen.

Welche Teilnahme-Klassen gibt es in UKW-Contesten?

In den meisten Wettbewerben wird lediglich zwischen "Einmann" bzw "Mehrmann" unterschieden, unterschiedliche Leistungsklassen gibt es in den großen bzw. internationalen Contesten nicht. Allerdings wird strikt nach Bändern getrennt ausgewertet, d.h. man muss getrennte Logs für z.B. 2 m und 70 cm einreichen. In der Einmann-Kategorie darf nur ein Funkamateur den gesamten Funkverkehr abwickeln, QSOs loggen und sämtliche zur Station gehörenden Einrichtungen und Antennenanlage bedienen. Bei Mehrmannbetrieb dürfen dies beliebig viele Funkamateure und SWLs tun.
In kleineren bzw. regionalen Contesten gibt es oftmals andere Teilnehmerklassen. So dürfen im VHF/UHF-Contest der AGCW nur Einmannstationen in CW teilnehmen, allerdings gibt es hier Teilnehmerklassen, die nach Ausgangsleistung unterschieden werden.

Was bedeutet "SOLP", "SOHP", "SOAB", "SOSB", "M/S", "M/2", "M/M", "SO2R" und "Assisted"

Das sind gängige (aber nicht unbedingt offizielle) Abkürzungen für die Teilnahme-Klassen:

  • SOLP - Single Operator Low Power
  • SOHP - Single Operator High Power
  • SOAB - Single Operator All Band
  • SOSB - Single Operator Single Band, oft mit dem gewählten Band, z.B. "SOSB/80" für Einmann-80 m
  • M/S - Multi/Single, in manchen Wettbewerben auch "MOST" bezeichnet (Multi Operator Single Transmitter)
  • M/2 - Multi/Two, in manchen Wettbewerben auch als "MO2T" bezeichnet (Multi Operator 2 Transmitter)
  • M/M - Multi/Multi
  • SO2R - Single Operator Two Radio. Dies ist in der Regel keine eigene Teilnahmeklasse, sondern eine besonders intensive Variante von Single Operator. Der Operator hat die Möglichkeit, während er auf einem Band CQ ruft, auf einem anderen Band nach neuen Stationen oder Multiplikatoren zu suchen und diese ggf. dort zu arbeiten. Neben den technischen Problemen, die es dabei zu meistern gilt, ist eine besondere Herausforderung, dass man simultan mit seinem rechten und linken Ohr verschiedene Signale hören und aufnehmen muss. Siehe auch an anderer Stelle in dieser FAQ.
  • Assisted - Diese Kennzeichnung bedeutet, dass der Single Operator durch DX-Cluster-Meldungen unterstützt wird. Weitere Personen oder Hilfsmittel sind zur Unterstützung nicht zugelassen.

Natürlich gibt es auch in einigen Contesten noch weitere Wertungsklassen, wie zum Beispiel

  • SO-CW - Single Op CW
  • SO-SSB - Single OP SSB
  • SO-MIX - Single Op Mixed

auch kombiniert mit Kategorien wie Rookie (Anfänger - weniger als 3 Jahre lizenziert) oder TB-WIRE - hier wird nur mit einer Drahtantenne und einer Dreibandantenne gefunkt (z.B. Dipol + FB33), also keine Monobandbeams. Oder beim IOTA-Contest: zusätzlich nach Betriebszeit (0-6 Stunden; 6-12 Stunden; mehr als 12 bis 24 Stunden QRV). Man sollte in jedem Fall die Ausschreibung genau lesen!

Was ist das/der "DX Cluster"?

Das/der DX-Cluster ist ein weltweites Computernetzwerk, in dem DX-Stationen gemeldet ("gespotted") werden. Es kann über Packet-Radio oder Internet erreicht werden. Ein Einstieg ist z.B. über Telnet zu db0sue-7.ath.cx, Port 8000 oder über folgende URL möglich: http://db0sue-7.ath.cx. Weiterführende Informationen zu DB0SUE unter [6].

In einigen Contesten wie dem WAG- oder dem WAE-Contest ist die Nutzung des DX-Clusters uneingeschränkt erlaubt. In anderen Contesten, z.B. den ARRL- oder CQ-Contesten ist sie für die Teilnahmeklasse Single-OP strikt verboten. Oft gibt es "Assisted"-Klassen, die die Nutzung von DX-Cluster erlauben.

Ungern gesehen und teilweise sogar explizit verboten ist das Melden der eigenen Station im DX-Cluster, um die Aufmerksamkeit anderer Contestteilnehmer zu erlangen. Dies wird auch "Self Spotting" genannt.

In welcher Klasse soll ich teilnehmen?

Wenn man keine 750-Watt-PA hat, ist die Teilnahme in der Low-Power-Klasse eine attraktive Möglichkeit, weil man sich dann nicht mit den sicher lauteren Kilowatt-Stationen messen muss. Wenn man ein erfahrener QRP-Operator oder Contester ist, kann man die QRP-Klasse wählen. Der QRP-Operator weiß, wie er durchkommt, der Contester weiß es ebenso. Mit Dipol und 5 Watt kann man HC8N auf 80 m erreichen. Ein unerfahrener Einsteiger kann aber mit QRP leicht verzweifeln.

Wenn man nur über eingeschränkte Antennenmöglichkeiten verfügt, ist auch eine Einband-Teilnahme möglich. Eine Mono-Band-Groundplane ist schnell errichtet und schon eine gute DX-Antenne. Auch wenn man nicht 48 Stunden durchfunken kann oder will, ist eine Einband-Teilnahme, z.B. auf 80 m eine interessante Option.

Einige Conteste bieten auch Teilzeitklassen, wie der IOTA-Contest mit 12-Stunden "Halbzeit" und 24 Stunden "Vollzeit".

Letztlich stellt sich die Frage: Was ist mir wichtig - viele QSOs oder viele Punkte oder eine gute Platzierung?

  • viele QSOs: ich liefere anderen die Punkte - meine eigene Platzierung ist mir eher nebensächlich
  • viele Punkte: ich will möglichst alle Multis arbeiten und optimale QSO-Zahlen
  • gute Platzierung: hier kommt das Know-How ins Spiel - manchmal wähle ich einfach eine andere Wertungsklasse (Monoband, QRP, Low Power (= 100W)) und schon werden Sieg und Platz unter den Konkurrenten aufgeteilt.

So ist es erklärbar, dass man mit durchschnittlichen Antennen, relativ kleiner Leistung und fleissigem, durchgehendem Funkbetrieb plötzlich unter den Top-Ten von Europa landet. Das passiert in den etwas kleineren Contesten gar nicht so selten.

Logführung und Computer

Benötige ich ein Computer-Logprogramm?

Um ernsthaft an einem internationalen Contest teilzunehmen, ja. Viele kleinere Stationen, die an einem Contest teilnehmen, verbringen die meiste Zeit damit, CQ-rufende Stationen zu suchen und anzurufen. Diese Methode wird "search and pounce" genannt. Weil man aber die Station nur einmal (pro Band) arbeiten darf, muss man wissen, ob man die Station bereits im Log hat. Falls man kein fotografisches Gedächtnis hat, verliert man nach 50 oder 100 QSOs den Überblick. Hier hilft der Computer, der einem sofort nach Eintippen des Calls sagt, ob man eine Station noch braucht.

Natürlich kann man auch auf Papier loggen und eine Checkliste auf Papier führen. Der Aufwand für die Erstellung eines korrekten Logs und die Berechnung der Endpunktzahl ist aber beträchtlich. Auch für den Veranstalter steigt der Aufwand. Oft wird das Papierlog abgetippt, um es zu prüfen.

Hat man auf Papier geloggt, z.B. weil am Insel-QTH kein Strom fürs Notebook verfügbar war oder weil man einfach keinen Computer hat, so ist die nachträgliche Eingabe des Logs in den Computer zu empfehlen. Kostenlose Programme wie LM4 von DL8WAA oder FLE (Fast Log Entry) von DF3CB stehen hierfür zur Verfügung. Für einige hundert QSOs ist so ein Log schnell eingetippt und ausgewertet. Hat man keinen Computer, findet man sicher Hilfe im Club - evtl. kann man auf diese Art einen Computer-Profi für das Contesten gewinnen.

Viele Contest-Veranstalter verlangen inzwischen ausdrücklich ein Computer-Log als E-Mail in einem Standard-Format.

In einigen Contestausschreibungen wird auch erwähnt, dass Papierlogs nur handschriftlich eingereicht werden dürfen.

Welches Contestprogramm soll ich anschaffen?

Es gibt eine ganze Reihe von Contestprogrammen; einige kostenlos (z.B.: UCXLog, WinContest, CT und CTwin, N1MM SD) einige für wenig Geld (z.B. Win-Test, Writelog oder RCKLog). Die Contestprogramme unterstützen üblicherweise alle großen Conteste, und mehr oder minder viele kleine Conteste. Teilweise gibt es zusätzliche Module für weitere Conteste (z.B. bei Writelog). Für viele der kleinen Conteste (wie z.B. Hamburg-Contest, Funktertag, etc.) gibt es unter www.qslonline.de noch eine wahre Fundgrube.

Wichtig ist die flüssige Unterstützung des Contestbetriebs. So sollte für das Loggen fast gänzlich auf Mausbedienung verzichtet werden können, denn die eine Sekunde, die man benötigt, um einen Button anzuklicken, hat eine andere Station bereits genutzt, um die Station anzurufen. Ausnahme: RTTY, hier sind die Conteste mit guter Mausunterstützung im Vorteil, da dann fast der ganze Contest nur mit der Maus bedient werden kann [7].

Viele reguläre Log-Programme beherrschen "irgendwie" auch das Loggen von Contest-QSOs. Das Loggen eines QSOs ist aber mit mehreren Mausklicks, Menüauswahlen oder Bestätigungen verbunden. Spezielle Contestprogramme loggen ein QSO mit dem Druck der Enter-Taste, erlauben effizientes Korrigieren von Fehlern ohne Extra-Pop-Up-Fenster und zeigen schon bei der Eingabe von Rufzeichenteilen an, ob es sich um einen Doppel-QSO oder einen Multiplikator handeln könnte.

Der Computer kann also unmittelbar im Contest unterstützen - oft steht er sowieso im Shack. Ein gutes Contestprogramm

  • loggt QSOs
  • bedient die Station, so dass der Operator nicht mehr daran denken muß, Band oder Betriebsart im Programm umzuschalten
  • erzeugt Morsetelegrafie oder erlaubt die Nutzung eines Sprachspeichers
  • zeigt das jeweils aktuelle Contest-Ergebnis an
  • gibt Hinweise zu bereits gearbeiteten oder neuen Stationen
  • unterstützt bei der Wahl des richtigen Bandes und der Suche nach Multiplikatoren, z.B. durch die Integration von DX-Cluster-Funktionen
  • und erstellt eine Log-Datei im richtigen Format
  • ...

Worauf sollte man beim Contestprogramm achten?

Zunächst sollte man beachten, dass es zwei Arten von Log-Programmen gibt. Einerseits gibt es allgemeine Log-Programme für den täglichen Funkbetrieb, die auch "Conteste können". Andererseits gibt es echte Contestprogramme. Echte Contestprogramme sind eine lohnenswerte Investition.

  • Ein Contestprogramm hat die Contestregeln eingebaut und zeigt detaillierte Zwischenergebnisse an. Du solltest prüfen, ob das Contestprogramm die von Dir bevorzugten Conteste unterstützt. Inzwischen werden die DARC-Conteste von den meisten gängigen Contestprogrammen unterstützt. Ist das bei einem eher exotischen Contest, wie dem HSW-Contest nicht der Fall, so ist eine Nachauswertung mit LM4 möglich. In diesem Fall stimmt das vom Contestprogramm während des Loggens angezeigte Zwischenergebnis meist nicht. Einige Programme kann man um neue Conteste erweitern.
  • Ein Contestprogramm informiert Dich, ob Du eine bestimmte Station arbeiten darfst und wieviel sie wert ist.
  • Ein Contestprogramm kann Geräte über Schnittstellen ansteuern. Sie kann die Frequenz aus dem Transceiver lesen und für jedes QSO ins Log eintragen. Umgekehrt kann das Contestprogramm den Transceiver steuern, z.B. Frequenz oder Band setzen. Auch die Steuerung von Antennenschaltern oder Rotoren ist oft möglich.
  • Ein Contestprogramm kann sich über Packet-Radio oder Internet mit dem DX-Cluster verbinden und so eine auf den Contest ausgerichtete Ausgaben, z.B. als Bandmap, anbieten.
  • Ein Contestprogramm kann das Log in Cabrillo oder STF exportieren.
  • Jedes Contestprogramm kann automatisch CW erzeugen. Diese sehr nützliche Funktion vermeidet Gebefehler und unterstützt so den flüssigen Betrieb. Auch kann der OP sich beim CW-Senden entspannen oder Informationen eingeben. Man sollte vorher sehen, ob die Software auch eine vorhandene Schnittstelle ansteuern kann (COM, LPT, WinKey). Genauso wichtig ist die Ansteuerung einer CAT-Schnittstelle. Nicht immer kann man CAT und CW-Interface über eine gemeinsame Schnittstelle betreiben und Schnittstellen-Emulationen über USB funktionieren auch nicht immer wie gewünscht.

Was ist das "Cabrillo"-Format?

Cabrillo ist ein Standardformat für die Einsendung von Contestlogs. Auf Basis eines Standardformats kann der Veranstalter mit Hilfe von Computerprogrammen die Korrektheit des Logs prüfen und das Endergebnis berechnen. Bei Cabrillo gibt es spezielle Format-Definitionen für verschiedene Conteste. Da diese speziellen Cabrillo-Dialekte nicht von jedem Contestprogramm korrekt umgesetzt sind, kann es zu Problemen kommen. Das folgende Beispiel illustriert Cabrillo im WAE-Contest:

START-OF-LOG: 2.0 
CREATED-BY: Win-Test 3.10.0 
CONTEST: DARC-WAEDC-CW 
CALLSIGN: DK3W 
SPECIFIC: W37
CATEGORY: SINGLE-OP 20M HIGH 
CLAIMED-SCORE: 2 
OFFTIME: 2007-04-28 0000 2007-04-28 0520 
OFFTIME: 2007-04-28 0540 2007-04-28 2359 
OPERATORS: DL6MHW 
QSO: 14000 CW 2007-04-28 0520 DK3W 599 0001 KC1XX 599 002 
END-OF-LOG: 

Wichtig ist die DOK-Angabe. Nicht jede Contestsoftware unterstützt die DOK-Angabe im Specific-Feld. Hier muss man ggf. die Cabrillo-Datei mit dem Editor öffnen und die Specific-Angabe ergänzen. Weiterführende Informationen unter [8].

Was ist das STF-Format?

STF steht für Stützerbach-Format und wurde 1999 vom DARC, Referat für HF- und DX-Funksport entwickelt. Es ist, ähnlich wie Cabrillo, ein ASCII-basiertes Datenformat für die Einsendung von Contestlogs. STF ist flexibler, da in der Datei selbst die Struktur der Daten beschrieben wird. Leider kommt es praktisch nur innerhalb Deutschlands zur Anwendung. Weiterführende Informationen unter [9].

Was ist das EDI-Format?

EDI ist die Abkürzung für "Electronic Data Interchange" und gilt als Sammelbegriff für den Austausch elektronischer Daten zwischen unterschiedlichen Systemen. Oft haben die Dateien mit den auszutauschenden Daten (z.B. ein UKW-Contestlogbuch) die Dateinamenerweiterung *.EDI, daher spricht man auch hier oft (etwas unpräzise) vom EDI-Format. EDI-Dateien haben aber kein allgemeingültiges Format, da Struktur und Semantik der zu übermittelnden Daten vom Datenempfänger individiuell festgelegt werden können.

Für die UKW-Conteste der IARU Region 1 hat das VHF/UHF/Microwaves-Committee im Jahr 1998 das REG1TEST-Format für die elektronische Übermittlung von Contestlogs festgelegt.

Was ist das REG1TEST-Format?

Das REG1TEST-Format ist das von der IARU Region 1 festgelegte Format für die Übermittlung von UKW-Contestlogs. Dies gilt auch für die DARC-UKW-Conteste. Die genaue Spezifikation kann man im VHF-Handbook der IARU Region 1 nachlesen. Der Header von Logbüchern im REG1TEST-Format ist recht umfangreich und enthält nahezu alle contestrelevanten Angaben wie z.B. Adresse der Station bzw. des OPs, Stationsausrüstung, Ausgangsleistung, gearbeitete Großfelder und Länder, Gesamtpunktzahl etc.

Der (verkürzte) Aufbau einer EDI-Datei im REG1TEST Format vom UKW-Contest im Mai 2007 von DK5TX:

[REG1TEST;1]
TName=DARC VHF-, UHF-, SHF-Wettbewerb
TDate=20070505;20070506
PCall=DK5TX
PWWLo=JN58TD
PAdr1=Straßename Contest QTH
PAdr2=PLZ Ort Contest QTH
PSect=SINGLE-OP HIGH
PBand=144 MHz
PClub=DARC OV N01
RCall=DK5TX
RName=Ulf Schneider
RAdr1=Straßenname Heim-QTH
RAdr2=Adresszusatz
RPoCo=Postleitzahl Heim-QTH
RCity=Ort Heim-QTH
RCoun=Land Heimat-QTH
RPhon=Telefonnummer
SPowe=600
STXEq=TS-870 + LT2S, HLV-600
SRXEq=TS-870 + LT2S
SAnte=4 x 4 ele F9FT
SAntH=30;530
CQSOs=439;1
CQSOP=135604
CWWLs=71;0;1
CExcs=0;0;1
CDXCs=13;0;1
CToSc=135604
CODXC=HA8V;KN06HT;692
[Remarks]
No Tropo in the South, but good result for small setup.
[QSORecords;439]
070505;1400;DG1MFT;;59;001;59;001;;JN58VE;13;;N;N;
070505;1400;DK4YJ;;59;002;59;001;;JN58TE;5;;;;
....

Die meisten Logbuchprogramme können Dateien im REG1TEST-Format erzeugen (Dateinamenerweiterung *.EDI). Dabei wird pro Band eine EDI-Datei im REG1TEST-Format erzeugt.


Technik

Wie kann ich meinen Computer mit der Station verbinden?

Es gibt einige gute Gründe, Station und Computer zu verbinden. Zunächst ist die automatische CW-Erzeugung zu nennen. Hierbei wird meist die COM-Schnittstelle (RS232, oder RS232 aus USB) oder die LPT-Schnittstelle genutzt. Ein einfaches Interface kommt mit einem Transistor und einem Widerstand aus. Es gibt einige Abhängigkeiten zu beachten. Beispielsweise unterstützt nicht jedes Betriebssytem die direkte Hardwareansteuerung der Schnittstellen - wichtig für einfache Interfaces oder für 2 Interfaces an einer Schnittstelle. USB-Emulatoren/Adapter machen mehr Probleme als direkt eingebaute Schnittstellen, z.B. bei der CW-Tastung über das RTS-Pin. Gerade um eine "ruckelnde" Ausgabe von CW unter Windows zu verhindern, wurde die Hardware WinKey entworfen.

Gerade bei CW-Tastung mit Computer: bitte die vorhandenen Timer richtig einstellen! Der Sender sollte besser computergesteuert wenige Millisekunden vor dem ersten Zeichen (Dit) hochtasten. Das gilt besonders, wenn noch eine PA dahintersteht ("heißes Schalten"). Nichts ist hässlicher, als wenn das ersten Zeichen von einer VOX "angefressen" wird ("... war es DM oder SM...?").

Die Erzeugung und Dekodierung von PSK31 und RTTY erfolgt durch den Computer. Hierfür sind die NF-Ein- und Ausgänge mit der Soundkarte zu verbinden. Dies kann direkt geschehen oder - besser - mit galvanischer Trennung und Pegelanpassung, um eine Zerstörung der empfindlichen Soundkartenelektronik durch HF-Einstrahlungen zu verhindern. Auch das „Mithören“ von CW mit dem Computer ist dann möglich, erlaubt aber keinen wirklich flüssigen Contestbetrieb.

Die meisten Transceiver verfügen über eine CAT-Schnittstelle (CAT steht für Computer Aided Transceiver-Control), über die VFO- und Betriebsarteneinstellungen in beide Richtungen ausgetauscht werden können. Teilweise werden zusätzliche CAT-Interfaces benötigt, die zwischen Transceiver und Computer geschaltet werden. Die CAT-Steuerung macht besonders viel Sinn im Zusammenhang mit einem Contestprogramm, das diese z.B. für DX-Cluster und Band Maps nutzt.

Benötige ich einen Beam, um am Contest teilzunehmen?

Nein, aber ein Beam kann das Ergebnis deutlich verbessern. Allerdings kann man gerade auf den unteren Bändern in Europa auch mit Drahtantenen viele QSOs fahren und viele Multiplikatoren sammeln. Mit Monoband-Groundplanes hat man auf den oberen Bändern gut strahlende Antennen. Erfahrungen zeigen, dass auch mit Groundplanes Spitzenplätze möglich sind, z.B. im IOTA-Contest oder im WAG.

Benötige ich eine Antennenfarm, um am Contest teilzunehmen?

Nein, aber eine kleine Auswahl passender Antennen kann das Ergebnis deutlich verbessern. Mit einer FD4, W3DZZ oder einer G5RV mit Antennentuner für alle KW-Bänder gut brauchbar, kann man viele schöne QSOs fahren. Mit zwei Dipolen und drei Angelruten-Groundplanes ist man schon oben dabei. Für ein Contestwochenende kann man schon mal einige provisorische Antennen aufbauen. Das macht Spaß und lohnt sich. Schließlich ist nicht jede Antenne bei jedem Contest gleich nützlich: die etwas erhöht aufgebaute Angelruten-Groundplane für 40 m hilft beim WAE für die verlangten DX-QSOs - im Weihnachtswettbewerb ist sie vor allem für Stationen in der Mitte DLs auf den notwendigen Kurzdistanzen von weniger als 500 Kilometern einem niedrigen Dipol unterlegen. Generell sind passende Antennen angematchten "Irgendwie-Antennen" vorzuziehen. Zwar kann man mit dem Antennentuner fast immer den TRx überzeugen, die volle Leistung abzugeben - aber meist strahlt dann die Zuleitung ordentlich Leistung in die Erde. Das zieht Hamster an :-)

Welche Art von Station benötigt man und worauf muss ich achten, um teilzunehmen?

Du kannst Deinen normalen Transceiver benutzen. Jeder typische 100-Watt-Transceiver bietet gute Voraussetzungen. Wenn man sich einen speziellen Contest-Transceiver anschaffen möchte, muss man vor allem auf die Empfängereigenschaften achten. Im Contest muss man noch leise Signale in unmittelbarer Nachbarschaft dicker Signale aufnehmen können.

Günstig ist es, für die einfache Bedienung wichtiger Funktionen entsprechende Knöpfe auf der Frontplatte zu haben. Wenn man für die Änderung einer Einstellung durch drei Menü-Ebenen navigieren muss, geht Zeit verloren. Oder man hat später im Contest, wenn die Konzentration nachlässt, keine Lust mehr dazu, eine wichtige Einstellung zu modifizieren, um ein leises Signal hörbar zu machen. In diesem Sinne sind IC-706 und Co. nur bedingt zu empfehlen, auch wenn sie sonst einen guten Job machen.

Weiterhin wichtig sind ordentliche Filter, möglichst weit vorn im RX-Zweig. Schmale Filter helfen, im belegten Band besser zu hören. In CW benötigt man zwingend ein 500-Hz-Filter. Auch ein 250-Hz-Filter ist sehr nützlich. In SSB hilft ein steilflankiges 2,1 oder 1,8-kHz-Filter, auch wenn die Audioqualität eingeschränkt wird.

Wichtig ist ausserdem, keinen Störaustaster (Noise blanker) einzuschalten, denn starke Nachbarstationen erzeugen in den meisten (eigenen) Empfängern "Geister"-Splatter, die überhaupt nicht vorhanden sind!

Nur gute HF-Vorverstärker möglichst nahe an der Antenne sind bei dünnen Signalen (vor allem im VHF- und UHF-Bereich) sinnvoll. Und nur um die Dämpfung in den Kabeln, Kupplungen, Antennenschaltern, Steckern usw. zwischen Antenne und RX auszugleichen. Nicht mehr! Deshalb sollten diese Verstärker einstellbar (variable gain) sein. Gerade so, dass das S-Meter ohne Empfangssignal (nur vom Antennenrauschen) leicht von 1 anhebt. Bei zu hoher Verstärkung (leider sind viele Vorverstärker fest und oft zu hoch eingestellt!) könnten sonst im eigenen RX durch starke Stationen nebenan Probleme auftreten. Also dann nicht gleich diesen starken Stationen, deren Nutzsignal ohne Vorverstärker schon über S9 liegt, Splatter und ähnliches "in die Schuhe schieben"!

Die derzeit bevorzugten Transceiver sind Elecraft K2, Icom IC-756 Pro 3, Ten-Tec Orion and Yaesu FT-1000 (D, MP, Mark V) oder der inzwischen schon recht betagte Kenwood TS-850. Leider wird oftmals übersehen, dass sogar ein sogenannter "guter" TX eine breite Rauschglocke (auch bei Betrieb über Transverter auf den UHF- und VHF-Bändern) erzeugen kann, die dem Betreiber selbst oft nicht bekannt ist. Diese lässt sich nur mit sehr guten Spektrum-Analysern feststellen, weil sie oft unter der Empfindlichkeitsgrenze dieser Spekys liegt! Aber sie verhindert oft noch in weiter Entfernung und oft übers gesamte Band, dass andere Stationen sehr dünne Signale, die in dieser Rauschglocke liegen, aufnehmen können! Also bitte vorher mit einer Station testen, bei der Du mit mindestens S9+25, maximal mit S9+40 (Dein eigenes richtig ausgesteurtes SSB-Nutzsignal) ankommst. Wenn dann Deine Kontrollstation in seinem RX während Deines eingeschalteten TX in SSB-Stellung, aber zugedrehtem(!) Mike, einen Rauschanstieg bei mehr als +-10 kHz Abstand von Deinem Nutzsignal wahrnimmt, ist dieser T(R)X für Konteste nicht zu empfehlen!

Ein eingeschalteter Sprach-Prozessor erhöht beim QSO-Partner die Silbenverstädlichkeit gerade bei schwachen Signalen erheblich. Jedoch sollte der Kompressionsgrad nicht zu hoch eingestellt sein (ca. 6 bis 10 dB ist ein guter Wert). Sehr empfehlenswert sind solche, die zusätzlich die Sprachspitzen kappen (begrenzen). Damit wird verhindert, dass die nachfolgenden Stufen (z.B. eine PA) auch nur kurzzeitig übersteuert werden und dadurch Splatter erzeugen. Sehr gut bewährt haben sich sogenannte HF-Clipper, die im ZF-Zweig des Senders (oder als separate Geräte zwischen Mike und TX) arbeiten. Sie erzeugen ausserdem wesentlich geringere NF-Verzerrungen.

Fast jeder moderne TX hat eine sogenannte ALC-Anzeige (Automatic Load Control). Diese zeigt an, wie hoch der Sender ausgesteuert werden darf. Der Maximalwert sollte keinesfalls überschritten werden, da ansonsten durch Übersteuerung der Endstufe(n) die Modulation verzerrt wird und sogar Splatter auftreten könnten. Sollte Deine eventuell zusätzlich betriebene Endstufe (PA) einen ALC-Ausgang haben, ist dieser mit der entsprechenden Buchse (falls vorhanden) am TX unbedingt zu verbinden. Damit ist sichergestellt, dass auch die PA nicht übersteuert wird. Während des Sendebetriebs empfiehlt es sich, die ALC-Anzeige immer im Blick (eingeschaltet) zu haben - besonders bei Operator-Wechsel in Contesten kann und soll so jeder OP gemäss seinem "Organ" den Mike-Gain-Regler auf seine Bedürfnisse einstellen.

Beachte bitte noch eines: Fair play! Das bedeutet auch, dass die maximal zulässige TX-Ausgangsleistung (gegebenenfalls aller gleichzeitig angesteuerten PAs zusammen) nicht überschritten wird! In DL 750 Watt.

Ich habe wenig Geld. Wofür sollte ich es ausgeben?

Angenommen, Du besitzt bereits eine einfache Station. Für die Verbesserung des Contestergebnisses solltest Du

  • einen Computer anschaffen. Es muss kein neuer sein. Die meisten drei Jahre alten Windows-PCs sind völlig ausreichend. Oft kann man einen solchen Komplett-PC mit Röhren-Monitor für wenig Geld bekommen. Auch ein altes DOS-Notebook kann im Contest sehr gute Dienste leisten. Monochrom-Monitore stören oft weniger als Farbmonitore. Manchmal muss man auch die (Anzeige)Fenstergrösse etwas ändern, um einen Rörenmonitor dazu zu bewegen, ein paar kHz "QSY" zu machen.
  • dann die Antennenanlage verbessern. Ordentliche Vertikals sind gute DX-Antennen und mit billigen Glasfibermasten und etwas Draht schnell aufgebaut. Ein CB-Funk-Beam kann für 10 m umgerüstet werden. Einfache, hohe Dipole gehen besser als Vertikals.
  • dann die Station verbessern. In CW benötigt man sicher ein Filter. Für den SSB-Betrieb sind Headset und Fußtaste sinnvoll, denn mit dem Handmikrofon fehlt eine Hand.

Bei VOX-Betrieb mit Headset hat man beide Hände und die Füsse frei und ist somit nicht abhängig von einer bestimmten Sitzposition, die auf Dauer ermüdend ist und zu Verkrampfungen führen kann. Eine teure Endstufe kann man sich sparen, denn oft gibt es 100-Watt-Klassen.

Betriebstechnik für Einsteiger

Muss ich CW können, um erfolgreich zu sein?

Nein, aber es hilft in vielen Contesten. Natürlich benötigt man für SSB-Conteste oder für die Teilnahme in einer SSB-Klasse keine CW-Kenntnisse. In einigen Contesten ist es möglich, nur mit SSB-QSOs eine Mixed-Mode-Klasse zu gewinnnen, z.B. im DARC-Weihnachtscontest. Aber oft kann man in CW zusätzliche Multiplikatoren erreichen. CW ist sehr nützlich. Gerade bei einem nicht ganz so gewaltigen Signal erlaubt CW Verbindungen, die in SSB kaum oder gar nicht möglich wären - vor allem auf UKW und den unteren KW-Bändern.

Wie gut muss ich CW können, um an einem CW-Contest teilzunehmen?

Durch das einfache QSO-Schema und die häufigen Wiederholungen ist CW im Contest relativ ungefährlich. Wichtig ist, dass man das eigene Call erkennt, wenn die angerufene Station einen verstanden hat. Oft ist die CW-Geschwindigkeit mit 25 bis 35 WpM (5er Gruppen pro Minute) recht hoch. Meist kann man aber jedes Rufzeichen nach einigen Versuchen zusammenbekommen. Das übt und man wird schnell besser. Der Lohn sind meist wertvolle Multiplikatoren, die das Ergebnis sofort sichtbar erhöhen. In einigen Contesten ist die Kontrollnummer bei jedem QSO gleich. Schwieriger ist es bei laufenden Nummern. Hier kann man aber auch bei den vorangegengen QSOs mitzählen oder nachfragen.

CW im Contest ist in jedem Fall einfacher als ein Standard- oder Schwatz-QSO in CW.

Etwas stressfreier als auf den Bändern lässt sich "Contest-CW" mit der Freeware "MorseRunner" trainieren. Dabei ist man ein CQ-Rufer, der es in absolut naturgetreuer Geräuschkulisse mit QRN, QSB und QRM mit einem einstellbar großen oder kleinen Andrang von Anrufern aller Art zu tun bekommt. Auch die CW-Geschwindigkeit kann man nach seinen eigenen Fähigkeiten einstellen - ebenso wie bei dem Programm RufzXP, das pro Durchgang 50 Rufzeichen sendet. Nach richtig erkannten Calls wird die Geschwindigkeit höher, bei Fehlern wieder niedriger, so dass man meistens im Grenzbereich seines aktuellen CW-Könnens trainiert.

Warum tauschen Contester nur Rapport und eine andere Nummer aus und nicht Name und QTH?

Das Ziel ist es, möglichst viele QSOs in einer möglichst kurzen Zeit zustande zu bringen. Das QSO ist der Beweis, dass man miteinander über Funk Informationen austauschen konnte. Aus diesem Grund werden alle aus dieser Sicht überflüssigen Informationen weggelassen. Du solltest die Contestausschreibungen lesen, um zu erfahren, welche Informationen ausgetauscht werden müssen.

Warum ist der Rapport im Contest immer "5NN"?

Auch wenn die Regeln normalerweise den Austausch eines Signal-Rapports enthalten, interessiert es fast niemanden, wie der der wirkliche Rapport ist. Hinzu kommt, dass speziell im CW-Contest die automatische Regelung von vielen abgeschaltet und dafür Handregelung genutzt wird, dann zeigt das S-Meter ohnehin nichts an. Oder auf den Lowbands werden spezielle Antennen genutzt, wie Beverages oder kleine Loops, die bis zu 20 dB geringere Pegel liefern, so dass S-Meter-Rapporte völlig unzutreffend wären. Um den Betrieb zu vereinfachen und zu beschleunigen, sende einfach „59“ oder „5NN“, auch wenn das Signal sehr schwach ist. In CW wird oft nicht 599 sondern 5NN gesendet. Der Buchstabe N ist der Kurzcode für 9 und deutlich schneller gesendet als 9 (Cut Numbers).

Was sind "Cut Numbers"?

Im Morsealphabet bestehen alle Ziffern aus fünf Strichen oder Punkten. Zahlen zu senden verbraucht dadurch recht viel Zeit. Wenn man genau eine Zahl erwartet, kann man auch die abgekürzten Zifferncodes senden und so viel Zeit sparen.

Number Normal Morse     Cut Number        Equivalent character 
0 dah-dah-dah-dah-dah   dah               T 
1 di-dah-dah-dah-dah    di-dah            A 
2 di-di-dah-dah-dah     di-di-dah         U 
3 di-di-di-dah-dah      di-di-di-dah      V 
4 di-di-di-di-dah       di-di-di-di-dah   4 
5 di-di-di-di-dit       dit               E 
6 dah-di-di-di-dit      dah-di-di-di-dit  6 
7 dah-dah-dit-dit-dit   dah-dah-dit       G 
8 dah-dah-dah-di-dit    dah-di-dit        D 
9 dah-dah-dah-dah-dit   dah-dit           N 

Die abgekürzten Ziffern ersetzen Folgen von Strichen durch einen Strich (außer bei der 5).

Meist werden jedoch nur die Ziffern 9 und 0 abgekürzt. In Contesten wie z.B. dem WPX, bei dem der Austausch aus RST + NR besteht, hat es sich eingebürgert, die 599 als 5nn zu geben; die laufende Nummer wird hierbei 3-stellig gegeben, mit führenden Nullen und diese werden wiederum als T abgekürzt. Aus 599 020 wird also oft "5nn t20".

Was bedeutet es, wenn eine Station im CW-Contest "TEST DL6MHW" oder "DL6MHW TEST" sendet?

Das ist ein kurzer CQ-Ruf, der Anrufer möchte von anderen Stationen angerufen werden. TEST ist die Abkürzung für CONTEST. Ein vollständiger Anruf wäre "CQ CONTEST DE DL6MHW K". Da man, um viele QSOs zu fahren, alles Überflüssige weglässt, wirst Du meist die kurze Variante des CQ-Rufs hören.

Wie soll ich auf einen solchen Anruf antworten?

Sende einfach Dein Rufzeichen. Und zwar nur ein Mal, wenn die Bedingungen gut sind. Wenn die Bedingungen schlecht sind und wenig Andrang herrscht, evtl. auch zweimal und evtl. mit "de" davor, so dass sich die CQ-rufende Station auf Dein Signal einstellen kann, ehe der erste wichtige Buchstabe kommt. Auf keinen Fall sollte man folgendermaßen antworten: "DL6MHW DL6MHW DE JA3XYZ JA3XYZ JA3XYZ K". Die CQ-rufende Station kennt ihr Rufzeichen und meist ist sie auch in der Lage, das Call der anrufenden Station sofort korrekt aufzunehmen. Bei einem solch langen Anruf würde ein guter Contester sicher einen anderen Anrufer bevorzugen, evtl. schon ein anderes QSO komplettiert haben.

Welche Art von Antwort habe ich zu erwarten und was bedeutet sie?

Dein Rufzeichen, den 59/5NN-Rapport und eine vom Contest abhängige Kontrollnummer. Hier einige Beispiele:

  • "JA3XYZ 5NN14" im CQ-WW-DX-Contest, "5NN" ist der Rapport und "14" die CQ-Zone, in der DL liegt.
  • "JA3XYZ 5NNW37" im WAG-Contest, "5NN" ist der Rapport und "W37" der DOK, den DL-Stationen im WAG verteilen.
  • "JA3XYZ 5NN211" im WAE-Contest, "5NN" ist der Rapport und "211" die aktuelle QSO-Nummer
  • "JA3XYZ 5NN211 EU128" im IOTA-Contest, "5NN" ist der Rapport und "211" die aktuelle QSO-Nummer, und „EU128“ die IOTA-Nummer der Insel Fehmarn.
  • "JA3YXZ 5NN211/JO40AB" im UKW-Contest, "5NN" ist der Raport, "211" die aktuelle QSO-Nummer und "JO40AB" der QTH-Locator.

In CW wird die Null oft durch das Morsezeichen für T ersetzt. Oft wird die führende Null weggelassen so das aus der Zone „59905“ die „5NN5“ wird oder aus der Nummer „599007“ dann „5NN7“ wird. Die Nummer wird nur einmal gesendet. Bekommst Du sie beim ersten Mal nicht mit, so kann mit „?“ oder „NR?“ nachgefragt werden.

Wie sende ich meinen Rapport?

Du sendest Deinen Rapport gefolgt von der Kontrollnummer, also der Zone, dem DOK oder der Seriennummer. Es ist nicht notwendig, das eigene Rufzeichen zu wiederholen, wenn es von der Gegenstation korrekt aufgenommen wurde – das kann zur Verwirrung führen. Wenn das Rufzeichen fehlerhaft war, solltest Du Dein Call nochmal senden, damit es die Gegenstation korrigieren kann. Das könnte so aussehen „DL6MHW DL6MHW 599W37“.

Wie geht es weiter?

Die Station bedankt sich kurz und lässt einen CQ-Ruf folgen: "TU DL6MHW TEST". Das ist das Ende des QSOs. Du brauchst Dich als Anrufer nicht weiter zu bedanken. Kommt aber kein TU (oder einfach TEST..), ist zu vermuten, dass es Rückfragen gibt. Dranbleiben und zuhören. Stattdessen kannst Du weiterdrehen und die nächste Station anrufen. Falls Du versuchst, Namen oder QTH auszutauschen, wirst Du auf wenig Gegenliebe stoßen, es sei denn, Du bist ein seltener Multiplikator, mit dem sich der CQ-Rufer gut stellen möchte.

Wie frage ich nach, wenn ich die Nummer nicht sicher verstanden habe?

"NR?" ist ausreichend, oft tut es auch ein „?“ an der richtigen Stelle. Wenn man sie dann aufgenommen hat, kann man das mit einem „TU“ signalisieren.

Was bedeutet es, wenn eine angerufene Station mit "DUP" oder "B4" antwortet?

Das bedeutet, dass die Station Dich bereits auf diesem Band oder dieser Betriebsart im Log hat. "B4" steht für "before". Wenn man der Überzeugung ist, dass man diese Station wirklich nicht im Log hat, so kann es in betriebsschwachen Zeiten helfen nach Nummer oder Uhrzeit zu fragen um den Fehler einzugrenzen. Das kann auch im Interesse der Gegenstation sein, denn das fehlende QSO wird sicher bei der Auswertung gestrichen.

Bei den grossen internationalen KW-Contesten von der CQ oder ARRL spielen gearbeitete Dupes keine Rolle. Während der Auswertung werden die doppelten QSOs automatisch ohne Punktabzug gestrichen. Es macht daher keinen Sinn, als CQ-rufende Station den Anrufer darauf aufmerksam zu machen, dass bereits ein QSO geführt wurde, da meistens daraufhin Rückfragen kommen. Das führt nur zu Verzögerungen und kostet wertvolle Betriebszeit. Läuft ein schöner Pileup, wird dadurch der QSO-Rhythmus gestört und es könnte passieren, dass eine wartende Station weiterdreht, also ein QSO verlorengeht. Also einfach das Doppel-QSO machen und weiter gehts.

Wie sieht ein komplettes Contest-QSO aus? (KW)

Hier ruft ZS1AN CQ ("running") und DK3W antwortet. Das Rufzeichen in eckigen Klammern ist das der sendenden Station. In runden Klammern sind Bemerkungen nachgestellt. Das Beispiel bezieht sich auf den CQWW Contest.

[ZS1AN] TEST ZS1AN (Abgekürzt für "CQ CONTEST DE ZS1AN") 
[DK3W]  DK3W (Nur Dein Rufzeichen)
[ZS1AN] DK3W 5NN38 (aufgenommenes Call + RST + CQ-Zone)   
[DK3W]  5NN14 ("599" und Zone "14") 
[ZS1AN] TU ZS1AN  TEST (Danke und weiter gehts) 

Folgendermaßen sieht es aus, wenn die rufende Station das Call falsch aufnimmt:

[ZS1AN] TEST ZS1AN 
[DK3W]  DK3W 
[ZS1AN] DK3A 5NN38 (Oops, ZS1AN hat das Call falsch)
[DK3W]  DK3W DK3W 5NN14 (Korrektur und Austausch)
[ZS1AN] DK3W TU ZS1AN TEST (Bestätigung, Dank und weiter)

Die anrufende Station hat den berechtigten Wunsch, das eigene Call einmal korrekt zu hören. Bei schlechten Bedingungen und leisem Signal kann die anrufende Station deshalb zur Sicherheit auch erst mal nur erneut ihr Call senden - ohne Nummer, also:

[ZS1AN] TEST ZS1AN 
[DK3W]  DK3W 
[ZS1AN] DK3A 5NN38 (Oops, ZS1AN hat das Call falsch)
[DK3W]  DK3W DK3W (nur Call, um ZS1AN auf den Fehler aufmerksam zu machen)
[ZS1AN] DK3W 5NN38 (so, diesmal richtig)
[DK3W]  5NN14 TU (Antwort und TU als Bestätigung des RST)
[ZS1AN] TU ZS1AN TEST (Bestätigung, Dank und weiter)

Folgende Regeln haben sich für die anrufende Station bewährt:

  • Sende niemals den Rapport, wenn Dein Call noch falsch ist. Das mag zwar nervig sein, aber im Pileup kann es vorkommen, dass trotz wiederholtem Call der gleiche Hörfehler auftritt. dann wäre ZS1AN der Meinung, dass er DK3A gearbeitet hat und antwortet mit TU. Nach diesem TU bricht der Ansturm erneut los und Du hast keine Chance mehr, das noch zu korrigieren. Das gilt insbesondere für RTTY.
  • sende niemals TU, solange Dir noch irgend etwas fehlt.

Wie sieht ein komplettes Contest-QSO aus? (UKW)

Auf UKW geht es wegen den geringeren QSO-Raten meist etwas langsamer zu als auf Kurzwelle. Viele nehmen sich die Zeit und begrüßen die anrufende Station noch mit GM, GA, GE und geben Rapport, laufende Nummer und Locator zweimal. Ohne große Floskeln sieht ein (CW) QSO auf UKW so aus:

[DA0RC] CQ TEST DA0RC (Abgekürzt für "CQ CONTEST DE DA0RC") 
[DP4K]  DE DP4K (DE: "aufwachen, hier kommt einer", Dein Call)
[DA0RC] DP4K 5NN38 / JO41RG K (aufgenommenes Call, RST + Nr / Locator)   
[DP4K]  R UR 5NN002 / JO41DM K (Bestätigung, RST + Nr / Locator) 
[DA0RC] TU DA0RC TEST (Danke und weiter gehts)

Was ist eine Seriennummer?

Viele Conteste velangen die Übermittlung einer Seriennummer nach dem Rapport. Dies ist sozusagen die QSO-Nummer, die man beginnend bei 1 mit jedem QSO hochzählt. Meist ist sie dreistellig mit führenden Nullen. Aber auch vierstellige Nummern sind keine Seltenheit. In CW werden oft die abgekürzten Zeichen für Ziffern benutzt ("TT1" oder sogar "TTA" für "001"). Multi-Multi-Stationen zählen die Seriennummer auf jedem Band separat. So kannst Du auf 20 m die 451 erhalten und einige Stunden später auf 160 m die 143.

Was ist "Multiplier Passing" oder „Verschicken“?

Beim "Multiplier Passing" fordert man nach dem gerade getätigten QSO die Gegenstation dazu auf, auf ein anderes Band zu wechseln, mit der Absicht ein weiteres QSO mit ihr zu machen. Der Sinn hierbei ist es, schnell einen (möglicherweise weiteren) Multiplikator arbeiten zu können. Wird man selbst gefragt, so muß man selbst entscheiden, ob man der Station den Gefallen tun will (vielleicht ist das QSO ja für einen selbst auch ein neuer Multiplikator). Andernfalls kann man den Vorschlag natürlich auch höflich ablehnen.

Die anfragende Station schlägt meist eine konkrete Frequenz vor, auf die man zu wechseln gedenkt, also z.B. "PSE QSY 14055". Bei Multi-Multi-Stationen ist das die Frequenz der anderen Bandstation – man kann dort fast sofort hereinrufen und wird schnell gehört. Auf diese Weise kann man auch über mehrere Bänder geschickt werden. Diese Methode ist am wirkungsvollsten, wenn man anrufende Stationen um QSY bittet. Wenn jemand selbst CQ ruft, ist er meist nicht geneigt, die Frequenz zu verlassen, um sie nicht zu verlieren.

Was ist "Running"?

Wenn eine Station auf einer Frequenz sitzt, dort CQ ruft und eine Station nach der anderen arbeitet, nennt man das Running-Betrieb. Auf diese Weise kann man, wenn alles stimmt, sehr viele QSOs fahren und eine hohe Rate erreichen. Man braucht ein gutes Signal oder muss „attraktiv“ sein, um von anderen Station gefunden zu werden, wobei dies vom Contest und den aktuellen Bedingungen abhängt. Wenn man CQ rufen will, hört man wie auch sonst, ob eine Frequenzlücke auch wirklich frei ist, fragt dann (SSB) oder gibt QRL? oder nur ? (CW) und legt los. Wenn dann gleich oder kurz darauf eine andere Station kommt und sagt/behauptet, schon immer hier CQ gerufen zu haben (weil sie vielleicht für das Arbeiten eines Multis "kurz" woanders war), hängt der weitere Verlauf von den Temperamenten der Beteiligten ab - also offener Kampf, wer bei gleichzeitigem CQ-Rufen mehr Antworten bekommt oder Methode "Der Klügere gibt nach". Solche gelegentlichen Konflikte gehören vor allem bei Contesten mit hoher Beteiligung genauso dazu wie Stationen, die langsam von Nachbarfrequenzen immer näher an die eigene CQ-Frequenz heranrutschen, weil sie selber QRM ausweichen. Verbissene Dispute kosten meist mehr Zeit, QSOs und Nerven als ein QSY.

Im WAG kann man in CW mit QRP Running-Betrieb machen. Im WWDX reichen auf 20 m in SSB 750 Watt und ein kleiner Beam kaum aus. Folgende Faktoren verbessern die Chance, mit Running-Betrieb Erfolg zu haben:

  • CW statt SSB: gefühlte 10 dB
  • 750 Watt statt 100 Watt: gefühlte 10 dB
  • Beam statt Dipol: gefühlte 10 dB
  • Seltener Multi sein: gefühlte 10 dB (WAG reicht schon ein W-DOK, im WWDX ist es natürlich nützlich, in der Karibik zu funken; EU-Länder mit niedriger Contestbeteiligung sind aber auch sehr gefragt, z.B. OZ)
  • YL-Stimme (in SSB): gefühlte 10 dB

Am besten funkt man also als YL mit 750 (1500) Watt und Beam aus der Karibik! (Fast) alles machbar...

Für den erfolgreichen „Running“-Betrieb muss man auch einen guten, d.h. flotten bzw. flüssigen Betriebsstil zeigen. Wenn man mit vielfachen Nachfragen und Call-Nennungen nur langsam funkt, verlieren wartende Contester schnell die Geduld. Wenn Du kein seltener Multi bist, drehen sie wahrscheinlich weiter. Der im UKW-Contest teilweise übliche Betriebstil ist vielen KW-Contestern schon zu schleppend.

Was ist "Search and Pounce"?

Search and Pounce (S&P) bedeutet, über das Band zu drehen, nach Stationen zu suchen, die CQ Contest (oder TEST) rufen und sie anzurufen (zuzuschlagen), wenn man die rufende Station benötigt. Es ist der einfachste Weg für den Einsteiger ins Contesten. Man hat die Chance, so lange zuzuhören, bis man das Call der rufenden Station sicher hat. Man ist nicht unter Druck, man kann auf diese Weise recht viele QSOs in der Stunde machen und vor allem viele Multiplikatoren sammeln. Es lohnt sich auch, nach leisen Stationen zu lauschen, denn oft sind das gerade die DX-Multiplikatoren.

Was versteht man unter "Single Operator Two Radio"-Betrieb?

Obwohl es hierfür keine eigene Teilnahmeklasse gibt, benutzen einige Contester zwei Transceiver simultan. Dies wird als "Single Operator Two Radio" oder "SO2R" bezeichnet. Typischerweise wird mit einem Transceiver im Running-Betrieb gearbeitet, während man mit dem anderen Transceiver über ein anderes Band dreht und nach Multiplikatoren sucht. Dies ist z.B. möglich, wenn der Computer an der Running-Station gerade einen CQ-Ruf morst. Der technische Aufwand ist beträchtlich. Man benötigt räumlich und HF-mäßig entkoppelte Antennen und Stationen. Die Herausforderungen an die Betriebstechnik und die Psyche des OPs sind fast noch größer. Man muss in der Lage sein, voll konzentriert zwei verschiedene Signale zu entziffern und richtig zu reagieren. Zum Anhören von SO2R hat K5ZD seinen WW-DX-Einsatz im Jahr 2005 mitgeschnitten und in 30-Minuten-Schnipseln auf seine Homepage gestellt [10].

Was ist ein Sprint? (Weihnachtscontest)

Ein Sprint ist ein Contest, bei dem die CQ-rufende Station der anrufenden Station nach dem QSO die Frequenz überlässt, die nun ihrerseits mit einem CQ ein neues QSO initiiert. Damit wird vermieden, dass das Band von QRO-Stationen belegt wird. Beim Sprint ist es wichtig, das Call der CQ-rufenden Station sofort zu hören, denn oft gibt es keine zweite Chance, denn eine andere Station macht das QSO und die erste Station ist dann weg. Der populärste Sprint in DL ist der Weihnachtscontest, der vom DARC veranstaltet wird. Sprints wie der viermal im Jahr ausgerichtete EU-Sprint auf 80, 40 und 20 m sind für Einsteiger etwas schwieriger als ein normaler Contest.

Was ist ein "QTC"?

Im WAE-DX-Contest gibt es neben den QSO-Punkten und Multipliktoren auch die Möglichkeit, QTC-Punkte zu erwerben. Ein QTC ist eine kompakte Information über ein zuvor getätigtes QSO. Es wird von einer DX-Station an eine europäische Station gesendet. Damit wird im Contest sozusagen ein echter Nachrichteninhalt übertragen. Hörbeispiele zum Ausprobieren gibt es auf dieser Seite des DARC-Contest-Referates.

Contest-Aufsteiger

Welche einfachen Antennenverbesserungen sind möglich?

Was erlaubt der Garten evtl. an provisorischen Antennen für ein Wochenende? Z.B. eine 40-m-Groundplane oder 80 m Inverted-L-Vertikal (>10 m vertikal plus >10 m horizontal) mit Fiberglasmasten und ihren "Radial-Fallstricken" sind für zwei Tage oft machbar und ab etwa 1500 km dem 10 m niedrigen Dipol normalerweise überlegen.

Ist für wichtige Richtungen (je nach Contest z.B. UA, JA oder W) noch ein Dipol oder eine Loop möglich? 3 dB können bei LP und erst recht bei QRP in bescheidenen Lagen bereits einen deutlichen Unterschied ausmachen. 1,25 Lambda lange Dipole sind bereits gute Richtantennen für eine wichtige Richtung.

Für besseren Empfang auf den Low-Bands als mit der Sendeantenne reicht manchmal schon ein Langdraht (ab 30 Meter Länge und 1:10 Übertrager zur Speisung) in einem Meter Höhe, z.B. im Gartenzaun.

Für VHF und UHF sind gute (Low Noise) Empfangsvorverstärker sinnvoll - aber nur um die Dämpfung in den Kabeln, Kupplungen, Antennenschaltern, Steckern usw. zwischen Antenne und RX auszugleichen. Nicht mehr! Deshalb sollten diese Verstärker einstellbar (Variable Gain) sein - gerade so, dass sich das S-Meter ohne Empfangssignal (nur vom Antennenrauschen) leicht anhebt. Bei zu hoher Verstärkung (leider sind viele Vorverstärker fest und viel zu hoch eingestellt!) können sonst im eigenen RX durch starke benachbarte Stationen Splatter auftreten, die durch Übersteuerung im eigenen RX-Eingang entstehen.

Wie nutze ich die Contest-Software besser?

Ein erster Tipp: einmal zwei Tassen Kaffee/Tee investieren und das Manual von vorne bis hinten durchlesen - nicht um alle Funktionen zu verstehen, sondern um Möglichkeiten und Ideen zu entdecken, auf die man selber nicht gekommen wäre, z.B. dass das Programm eventuell einzelne Buchstaben des eigenen Calls langsamer geben kann, was nicht nur bei Calls wie WB6BSH nützlich sein kann.

Welche Technik-Verbesserungen sind sinnvoll?

  • Filter-Ausstattung (500 Hz und 270 Hz für CW), evtl. 2,1 und/oder 1,8 kHz für SSB
  • Headset
  • Fußtaste um (bei SSB) auf Sendung zu gehen - statt PTT am Handmikrofon
  • siehe auch unter an anderer Stelle in dieser FAQ (Punkt 6.4)

Wie mache ich nicht nur viele QSOs, sondern mehr Punkte?

Man sollte sich intensiv um Multiplikatoren bemühen. Bereits vor dem Contest ist es sinnvoll, zu schauen, welche besonderen Multiplikatoren verfügbar sind. Weiterhin sollte man sich mit den Ausbreitungsbedingungen vertraut machen, damit man weiss, wann es auf welchem Band in welche Richtung geht. Hier spielt allerdings auch jahrelange Erfahrung eine wichtige Rolle.

In vielen Contesten ist es legitim, auch Stationen ausserhalb des Contests zu arbeiten, insbesondere um Multiplikatoren zu sammeln. Es macht also Sinn, eine aktive DXpedition anzurufen. In einigen Fällen bekommt man eine Contest-Nummer. In anderen kann man als Nummer 000 (z.B. im WAG) notieren.

Meist kann man Multiplikatoren wie folgt einteilen:

  • Einfache Multiplikatoren wie OK oder EA: hier sollte man versuchen, sie auf allen entsprechenden Bändern zu arbeiten. Fehlt ein einfacher Multi im letzten Contestdrittel, so kann versucht werden, eine Station aus diesem Multi zum QSY auf ein anderes Band zu bewegen. In einem weltweiten Contest gehören hier G, OK oder EA aber auch K oder UA9 dazu.
  • Schwierige, seltene Multis: dies sind Multis aus Ländern mit einer geringen Amateurfunkpopulation, die in DX sind. Der Andrang ist groß, das Signal eher nicht. Hier lohnt sich einige Mühe, insbesondere, wenn man sich nicht sicher ist, dass es sich um eine Vollzeitcontestteilnahme handelt.
  • DX-peditionen bieten oft einen exklusiven Multiplikator und sind verlässlich über den ganzen Contest hinweg QRV. Da sie oft im Multi-Multi-Betrieb unterwegs sind, macht es auch Sinn, nach einem anderen Band zu fragen, wenn das Pile-Up nicht eher dünn ist.

Man sollte aber auch darauf achten, dass man sich nicht zu sehr in einen Multi verbeisst. Oft gehen P40E auf 40 m nach 2 Stunden oder am zweiten Tage innerhalb weniger Anrufe, während man am Contestanfang viele Minuten erfolglos ruft. Gleiches gilt für interessante Multis, die "gespottet" werden und in dem dann einsetzenden Pile-Up der Großen für Normalstationen einige Zeit lang kaum zu erreichen sind.

Wichtig sind Erfahrungen, und das bedeutet, auch immer dabei zu sein.

Die oft unterschiedliche Punktezahl pro QSO ist der nächste Schritt zu einer größeren Ausbeute. Volle Bänder mit vielen einfach zu arbeitenden Stationen verleiten schnell dazu, mit viel Spaß und hoher Rate in die Vollen zu gehen. Anstatt aber etwa im WPX ein volles 20-m-Band mit vielen europäischen "Ein-Pünktern" abzugrasen, lohnen sich zusätzliche Stunden vor allem auf 40 m, wo jede Station aus OK, S5, HA oder SP 2 Punkte einbringt. Sich im WWDX durch ein volles 80-m-Band zu arbeiten, bringt eine hohe Rate und zunächst viele Multis, im Schnitt pro QSO aber nur ein Drittel der Punkte im Vergleich zur mehr oder weniger mühsamen Suche nach den letzten DX-Stationen auf 15 und 20 m. Oft ist man aber erst nach dem Contest schlauer, welche Variante unter den gegebenen Bedingungen zeiteffektiver war.

Wie kann ich mich besser vorbereiten?

  • Bandbeobachtung
  • Zeitplanung
  • Training (Morserunner, QTC auf WAE-Homepage)

Wie wird mein Antennensystem reif für die Top-Ten?

Verwende Monoband-Antennen, sofern Platz dafür vorhanden ist. Selbst ein niedrig hängender 80-m-Monoband-Dipol ist besser als eine irgendwie angequetschte Windom oder G5RV (Nichts gegen diese Antennen, aber wenn Platz ist, siehe oben!) Sind Platz, Masten UND finanzielle Mittel vorhanden, auch die Beams auf Monobander umrüsten. Bei Beams: hoch, höher, noch höher! Dabei aber nicht die etwas niedriger hängenden und steil strahlenden Antennen z.B. für Europa-Betrieb vergessen --> gibt oftmals die noch fehlenden Multis.

Wie sieht eine ergonomische Station aus?

Eine Station ist dann ergonomisch, wenn alle wichtigen und sinnvollen Handgriffe auch nach 23 Stunden Funkbetrieb ohne Mühe bewältigt werden können.

  • Wichtige Bedienelemente wie Antennenumschalter oder VFO-Knopf, aber auch Filterwahl und RIT sollten leicht zugänglich sein, sich z.B. da befinden, wo die rechte Hand aufliegt.
  • Grosse Funkgeräte haben grosse Knöpfe und lassen sich leichter bedienen. Man muss nicht durch drei Menü-Ebenen navigieren, um ein anderes Filter auszuwählen. Dazu hat man nach 23 Stunden nämlich keine Kraft mehr.
  • bei einem M/S, M/2 oder M/M Contest mit mehreren Transceivern ist es geschickt, wenn alle Transceiver identisch sind. So können die Operator leicht an jedem Platz arbeiten, ohne sich neu auf den jeweiligen TRX einstellen zu müssen. Ein TenTec Orion bedient sich nun mal etwas anders als ein FT-1000.
  • Der Computer darf den Blick auf den TRx nicht verstellen. Ein Notebook sollte für Rechtshänder also eher links stehen.
  • Eine normalgroße Tastatur und eine Maus sind leichter zu bedienen als eine kleine Laptop-Tastatur mit Touchpad. Ausreichend Platz auf dem Tisch ist sehr hilfreich.
  • Ein ordentlicher Bürostuhl macht das lange Sitzen erträglicher.
  • Reflexfreie oder -arme Beleuchtung verhindert Augen-ermüdende Reflexe auf dem Monitor, Flatscreen ist dabei empfehlenswert, auch wegen der relativ großen Störfestigkeit.
  • große Monitore sind zu empfehlen - auf einem 19-Zoll-Display sind die Buchstaben einfach größer und leichter zu lesen als auf einem 14-Zoll-Laptop.
  • Fliegengitter vors Fenster! Es gibt nichts Nervigeres als Mücken (und die telefonierende XYL, hi) im Shack und diverse Krabbeltiere in der PA, besonders im Hochspannungsteil!
  • bequeme Kleidung
  • vorher für möglicherweise notwendige Heizung oder Hilfsmittel sorgen - das vermeidet kalte Füße um 04:00 Uhr morgens.
  • VOX- und PTT-Betrieb am Mike sind oft hinderlich oder unbequem. LTT (Latsch To Talk), also ein Fussschalter erleichtert den Betrieb ungemein!
  • Bitte weiter Tipps hinzufügen

Ist SO2R für mich sinnvoll?

Ohne jede Investition und Bastelei kannst Du das SO2R-Gefühl zuerst einmal so testen und trainieren: CQ-Run (WPX-Mode) im MorseRunner starten und das Audio-Signal auf einen Walkman-Minikopfhörer legen. Dann den Transceiver einschalten und dessen Audio-Signal auf einen großen Muschel-Kopfhörer legen, den Du Dir über die bereits "bestöpselten" Ohren aufsetzt. Während Du jetzt die MorseRunner-Anrufer arbeitest, versuchst Du im echten Empfänger möglichst viele Stationen durch Drüberdrehen ausfindig zu machen. Am Anfang ist das "Zwei-Seiten-Gebrabbel" etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, was man für sich ausblenden kann und wo es sich lohnt, genauer hinzuhören. Bitte NICHT die Variante einiger Contester fahren, bei der auf einer QRG ein Dauer-CQ-Ruf läuft und auf der anderen QRG anrufende Stationen gearbeitet werden. Wenn man nach zwei oder drei Anrufen nicht gehört wird, muß es nämlich nicht unbedingt an der Antenne oder Technik liegen, es kann auch ein Dauer-Rufer sein!

Wie kann ich Running und S&P optimieren?

Running-Optimierung

  • Endstufe und gewinnbringende Antennen

S&P-Optimierung

  • DX-Cluster und intelligente Bandmap (die Farben sagen aus: ob schon gearbeitet; benötigter Multi; auf anderem Band gearbeiteter Multi)
  • schnelle Umschaltung der Antennen
  • eigenes Rufzeichen komplett, klar und deutlich in einem Zug geben

Was lässt sich noch planen und trainieren?

  • Sport, Schlaf
  • Passende Weltzonen-, Länder- oder QTH-Kennerkarten im Blickfeld positionieren

Wann macht man im 48-Stunden Contest am besten Pause?

Das ist eine schwierige Frage und eigentlich erst nach längerer Zeit wirklich zu beantworten. Kurz gesagt: die Pausen werden dann genommen, wenn "am wenigsten passiert". Es ist eine Abwägung über QSO-Zahl, QSO-Punktzahl und Multiplikatoren, das Ganze in Abhängigkeit von Sonnenaktivität, Ausbreitungsbedingungen, eigener Antennenanlage und auch ein wenig der verfügbaren Sendeleistung.

WPX

Hier gelten die Präfixe unabhängig vom Band, das eigene Land gilt eh nur einen Punkt, andererseits Europa auf den oberen Bändern bringt auch nur einen Punkt. Spannend wären also viele QSOs mit DX und viele Multis aus Europa. Es gibt keinen wirklichen Anreiz, viel Zeit auf 160 m zu verbringen. (160) 80 und 40 m bringen zwar pro QSO die doppelten Punkte, andererseits muss ich 12 Stunden Pause machen, als Single Operator jeweils in vollen Stunden (also 60 Minuten oder mehr am Stück). Was man in der Nacht (auf 80 m) verpasst, ist an Punkten am Tage (am frühen Morgen oder am Abend) auch noch aufzuholen. Warten auf die 160-m-USA-Öffnung lohnt die Mühe nicht - diese Multis haben wir sicher schon auf 40 m oder 20 m erreicht. Wer kann, kann also eigentlich in der Nacht beruhigt schlafen - nicht gar zu lange.

WAE

Wir unterscheiden WAE-CW/SSB und WAE-RTTY.

Da WAE (CW + SSB) reine DX-Conteste sind, wähle ich eine Pausenzeit, in der wenige QSOs ins Log kommen. Wählt man am ersten Tag eine etwas andere Zeit als am zweiten Tag, kann man damit alle Ausbreitungslinien einmal nutzen. Der Rest ist der Frage geschuldet: auf welchen Bändern komme ich am besten an die DX-Stationen heran und erreiche hohe QSO-Zahlen? Wer keine 80-m-Antennen hat, muss nicht in der Nacht funken, 40 m geht am Abend und am frühen Morgen immer noch. Sonntag abends auf 80 m nach Japan funken zu wollen, bringt weniger als am Samstag! Wenn bei uns Sonntag 21:00 Uhr ist, so ist es in Japan schon Montag 06:00 Uhr - da werden die ersten Japaner schon auf dem Weg zur Arbeit sein (nein - nicht alle)!

Im WAE-RTTY darf man alles arbeiten (nur QTCs gehen nur nach ausserhalb des eigenen Kontinents).

WWDX

Beim WWDX-160m - noch einfach zu beantworten: um die Mittagszeit ist Pause, wenn eine Pause schon sein muss. In der Nähe von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang jedoch niemals - den Greyline-Effekt wenigstens theoretisch versuchen! In diesen wenigen Minuten, gemessen an der Gesamtzeit, kann man Multiplikatoren erreichen, die sonst kaum machbar sind. Und wenn schon kein VK6 da ist, versucht wollen wir es doch haben - oder?

Vor- und Nachbereitung

Was sollte ich vor dem Contest machen?

  • Lies die Contestregeln und entscheide Dich für eine der Teilnahme-Klassen.
  • Überprüfe die Station und alle Antennen. (Siehe auch Punkt 6.4).
  • Günstig ist es, sich über die Ausbreitungsbedingungen zu informieren und einen Plan zu machen, wann man auf welchem Band wohin funken sollte (den Plan wird man wahrscheinlich anpassen müssen).
  • Informiere Dich über Frequenzbereiche, die laut Bandplan nicht für Conteste genutzt werden sollen.
  • Besorge etwas Contest-Nahrung (ich bevorzuge Bananen und Leitungswasser).
  • Bereite den Computer vor, insbesondere stelle den Contest im Log-Programm ein und kontrolliere, ob die Schnittstellen zur Station korrekt funktionieren.
  • Versuche vor dem Contest ordentlich zu schlafen. Eine ruhige Woche vor dem Contest ist auch zu empfehlen, auch wenn viele das nicht realisieren können.

Muss ich die Contestregeln lesen?

Nein, es steht nicht im Amateurfunkgesetz. Aber es erspart manch peinlichen Irrtum. Wenn man nach flüchtigem Zuhören im ARRL-Contest vermutet, dass Seriennummmern vergeben werden, so wird man spätesten beim ersten QSO mit seiner 599001 auf Unglauben stossen. Denn in den Regeln steht, dass man seine Sendeleistung gibt. Außerdem gilt nicht in allen Contesten "Jeder darf jeden arbeiten" - es gibt auch genug, in denen DLs z.B. nur für US-Stationen Punkte bekommen oder nur für außereuropäische Stationen (WAE CW/SSB) oder nur für Stationen aus dem Veranstalterland des jeweiligen Contests (z.B. SP, HB9, F). Auch ist es nicht verkehrt zu wissen, wieviel Punkte ich für welches QSO bekomme oder wie die Multiplikatoren ermittelt werden.

Was sollte ich nach dem Contest machen?

Um in die Ergebnisliste aufgenommen zu werden, muss man sein Log einschicken. Dies sollte im Cabrillo- oder beim DARC auch im STF-Format sein. Heutzutage kann man hierzu eigentlich immer E-Mail nutzen. Es gibt einen Einsendeschlusstermin, der in den Ausschreibungen angegeben ist. Diesen sollte man tunlichst einhalten. Am besten ist es, das Log gleich nach dem Ende eines Wettbewerbs einzusenden - dann kann man es nicht mehr vergessen.

Die Logs als E-Mail sollten in der Betreffzeile das eigene Call enthalten. Zudem wird erwartet, dass die eigentliche Logdatei im Anhang (Attachment) den Dateinamen in der Form CALL.LOG hat. Manche Veranstalter fordern es ausdrücklich. Oft kommt auch eine automatisch erstellte Nachricht, die über die Annahme des Logs oder Fehler bei der Annahme informiert. Wenn gar keine Bestätigung über den Logeingang kommt, sollte man später noch einmal versuchen, das Log erneut einzureichen.

Unabhängig davon sollte in jedem Fall möglichst ein Log eingereicht werden, auch wenn es nur als Checklog (Kontrolllog) beim Veranstalter ankommt. Das wird in der Regel auch nach dem Einsendeschluss entgegengenommen. Hintergund ist die Arbeit der Auswerter, bei der sehr oft (immer?) alle Logs maschinell miteinander verglichen werden. Gerade bei wenigen QSOs werden diese dann oft als Hörfehler klassifiziert (siehe UBN), was bei Vorliegen eines Checklogs nicht passieren kann. Deshalb sollte man auch oder gerade bei wenigen QSOs ein Kontrolllog einsenden. Jeder Veranstalter freut sich auch über kleine maschinenlesbare Logs!

Wie lange muss ich auf die Ergebnisliste warten?

Die offiziellen Ergebnisse gibt es nach einigen Wochen oder Monaten, je nach Contest. Kurz nach dem Einsendeschluss werden für viele Conteste die „Claimed Scores“ veröffentlicht. Das sind die Ergebnisse, die die Teilnehmer für sich selbst an Hand ihrer Logs errechnet haben. Diese können aber durch Hörfehler oder sogar Rechenfehler niedriger oder höher sein, so dass es zu Verschiebungen im Endergebnis kommt. Schon kurz nach dem Contest veröffentlichen viele Contest-Teilnehmer ihre Ergebnisse mit oft sehr interessanten, lehrreichen oder amüsanten Kommentaren in den E-Mail-Reflektoren 3830, BCC oder RRDXA.

Was soll ich tun, wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich ein Call korrekt aufgenommen habe?

Wenn man auf CQ-Rufe antwortet, sollte man erst rufen, wenn man das Call sicher hat. Wenn man selbst CQ ruft, sollte man nachfragen, bis das Call sicher ist. In CW geht das kurz und knapp mit "CALL?" oder schlicht mit "?". Bei schlechten Bedingungen muss man ggf. mehrfach nachfragen. Das ist aber besser, als durch ein falsch gehörtes Rufzeichen Punkte oder einen Multi zu verlieren oder sogar mit Strafpunkten (Penalties) bestraft zu werden.

Was ist ein "UBN-Report"?

In einem UBN-Report listet der Contest-Veranstalter und -Auswerter die bei der Logkontrolle erkannten Fehler auf. Die wesentlichen Fehler sind:

  • U (Unique callsign) – Du hast ein Rufzeichen in Deinem Log, das kein anderer Contestteilnehmer gearbeitet hat. Dies ist ein Indiz für einen Hörfehler. Es ist aber auch gut möglich, dass es sich um ein reguläres QSO handelt, beispielweise um den freundlichen Punkt eines Nachbarn. Laute oder seltene Stationen haben oft viele Uniques. Uniques werden üblicherweise nur dann gestrichen, wenn sich ihnen ein korrektes Rufzeichen zuordnen läßt. Überdurchschnittlich hohe Unique-Raten sind oft ein Indiz für viele Hörfehler.
  • B (Bad callsign) – Du wertest ein QSO für ein Rufzeichen, das definitiv falsch ist und nicht im Contest aktiv war. Dies kann ein illegales Call wie Y28VG sein, oder es war ein Teilnehmer, den Du falsch geloggt hast (Hörfehler). Diese QSOs werden in der Regel gestrichen. In einigen Contesten gibt es Strafpunkte.
  • N (Not in log) – Du wertest ein QSO mit einer Station, die im Contest aktiv war und ein Log eingereicht hat. Dein QSO steht aber nicht in ihrem Log. Auch hier wird das QSO nicht gewertet, evtl. gibt es Strafpunkte. Stellt der Auswerter allerdings fest, dass Dein Rufzeichen fast richtig im Log der anderen Station ist, wird davon ausgegangen, dass der Fehler nicht bei Dir liegt. Du bekommst keinen Abzug – allerdings die Gegenstation.

Wegen der wesentlichen Fehler U, B und N wird der Bericht UBN-Report genannt. UBN-Reports wurden im Zuge der elektronischen Contestauswertung bei den CQWWDX-Contesten eingeführt; inzwischen bieten fast alle großen Wettbewerbe diese Auswertungen an.

Weiterführende Informationen unter: http://www.cqww.com/cqwwubn.htm.

Was ist "NIL"?

NIL ist die Abkürzung für "Not In Log" - Du bist also nicht im Log der Station, die Du denkst, gearbeitet zu haben. Das kann zwei Gründe haben:

  1. Du hast Dich getäuscht und es wurde in Wirklichkeit eine andere Station gearbeitet
  2. Die Gegenstation hat Dein Call falsch aufgenommen und so steht bei der Gegenseite z.B. DL6MWH statt DL6MHW im Log

Was sind diese ungewöhnlichen Rufzeichen im Contest?

Es gibt zwei Gründe dafür, dass Contester ungewöhliche Rufzeichen benutzen.

  • Zunächst sind das Kurzrufzeichen, die im Contest Zeit sparen helfen, wie etwa DK3W.
  • Der zweite Grund liegt darin, dass ein aussergewöhnlicher Präfix viele Anrufer anlockt, insbesondere wenn Präfixe als Multiplikator zählen, wie im CQ-WPX-Contest.

Für manchen Einsteiger ungewöhnlich sind auch die Rufzeichen mancher DX-peditionsstationen, die dem Landeskenner des besuchten Landes das eigene Rufzeichen nach- bzw. voranstellen:

  • MM/DL6MHW aus Schottland
  • DL3ABL/C6A von den Bahamas

Gerade solche Rufzeichen sind oft das Multiplikatorsalz in der Contestsuppe. Achte also auf ungewöhnliche Rufzeichen!

Muss ich für Contest-QSOs QSL-Karten schicken?

Es kann für einen aktiven Contester recht aufwendig und teuer werden, jedes QSO zuvorkommend mit einer QSL-Karte zu beantworten. Oft wird die QSL-Karte nicht gewünscht, weil auf der anderen Seite ebenfalls ein Contester sitzt, der vor allem am QSO und weniger an der QSL interessiert ist. Es sollte jedoch selbstverständlich sein, eingehende QSL-Wünsche zu beantworten. Dies ist nicht nur eine Geste der Höflichkeit. Eine QSL-Karte trägt auch dazu bei, im nächsten Contest wieder angerufen zu werden. Eine Alternative, seiner QSL-Pflicht nachzukommen, ist das von der ARRL organisierte Logbook of the World. Diese elektronische Bestätigung von QSOs ohne Karte wird für Diplome anerkannt, die die ARRL unterstützt - wie DXCC, WAS oder WAC. Für die Anmeldung ist u.a. eine per Post verschickte Kopie der Lizenzurkunde und Personalausweis oder Führerschein nötig. (https://p1k.arrl.org/lotw/docreq)

Was ist die WRTC?

WRTC steht für World Radiosport Team Championship. Es ist eigentlich ein Contest im Contest und wird während der IARU HF World Championship (im Juli) ausgetragen, allerdings nur alle vier Jahre. Hierzu reisen Contestteams in das jeweilige Land, dessen Amateurfunkclub die Ausrichtung dieses Wettbewerbes übernommen hat. 2006 war das Brasilien. Dort hatten alle Mannschaften ihr Contest-QTH in der selben Region und auch die Antennen und Endstufen werden vom Veranstalter gestellt. Damit soll gewährleistet werden, dass alle Wettkämpfer, zumindest was die geografischen Bedingungen, Antennen und Sendeleistungen angeht, gleiche Voraussetzungen haben. Damit hier auch keiner schummelt, werden alle Teams von Schiedsrichtern beobachtet. Ist die IARU HF World Championship gelaufen, ist auch die WRTC vorbei. Allerdings gibt es noch einen Unterschied zwischen den beiden Wettbewerben: die Ergebnisse der WRTC müssen bereits einen Tag nach Contestende vorliegen, damit eine Siegerehrung vorgenommen werden kann. Aus diesem Grund werden auch alle Teilnehmer an der IARU HF World Championship gebeten, ihr Contestlog auch an die Auswerter der WRTC zu schicken.

Wie finde ich heraus, welcher Contest gerade läuft?

Eine gute Quelle ist der Contestkalender des DARC DX- und HF-Funksportreferats: http://www.darc.de/referate/dx/cqdlcont/fgdcc.htm Hier gibt es meist auch die Regeln sowie Links zu den Seiten des jeweiligen Veranstalters mit früheren Ergebnissen und aktuellen Informationen zu dem Contest.

Was machen Contest-Clubs?

Was ist der Bavarian Contest Club (BCC)?

Der BCC ist ein Zusammenschluss von Funkamateuren, die am Contesten und DXen interessiert sind. Ziel ist der Sieg in den Clubwertungen großer Conteste. Im Jahr 2005 konnte der BCC diese Wertungen für den CQ-WW-DX, den WPX, den WAE und den CQ-WW-160-m-Contest gewinnen. Darüber hinaus bietet der BCC über seine Website www.bavarian-contest-club.de und dem für alle offenen E-Mail-Reflektor Hilfestellungen zu allen Fragen rund ums Contesten (Software, Technik, Betriebsdienst etc.) und noch viel mehr. Neben verschiedenen BCC-Bauprojekten für Contester ist das BCC-Handbuch inzwischen ein Standardwerk in der deutschen Contesterszene.

Die BCC-Mitglieder treffen sich einmal jährlich zum "Heilige-Drei-Könige"-Treffen im Januar. Dazu kommen verschiedene monatliche Stammtische und natürlich der gemeinsame Messestand mit der RRDXA auf der HAMRADIO in Friedrichshafen.

Der BCC hat über 280 Mitglieder, die nicht nur aus Bayern kommen... Mitglied werden kann jeder mit Interesse und Spaß am Contesten. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 10 €.

Was ist die Rhein Ruhr DX Association (RRDXA)?

Die RRDXA ist ein lockerer Zusammenschluß von Contest- und DX-interessierten Funkamateuren mit dem Ziel der gemeinschaftlichen Teilnahme in der Clubwertung von Contesten. Die Teilnahme an den Contesten des CQ Magazines (CQWW-DX-Contest) sind die Jahreshöhepunkte der Mitglieder, aber auch an vielen anderen Contesten wird aktiv teilgenommen. Hierzu zählen unter anderem die vom DARC ausgerichteten Conteste WAEDC (Worked All Europe DX Contest) und WAG (Worked All Germany), der RDXC (Russian DX Contest) der Union der russischen Funkamateure und der International DX Contest der American Radio Relay League. Weitere Aktivitäten sind der Austausch von technischen und contestrelevanten Informationen über die Mailing-Liste und auf mehreren Treffen pro Jahr sowie eine Vorstellung des Clubs auf der Messe HAMRADIO in Friedrichshafen zusammen mit dem BCC.

Namensgeber der Rhein Ruhr DX Association ist das Gebiet, aus welchem ein Grossteil der Mitglieder kommt. Dieses Gebiet umfasst im wesentlichen Nordrhein-Westfalen sowie Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen, aber auch Belgien, die Niederlande und Luxemburg. Mitglieder der RRDXA kommen darüber hinaus aber auch aus anderen zumeist europäischen Ländern und Regionen Deutschlands. Chairman der RRDXA ist Hans-Jürgen Bartels, DL1YFF. Kassierer ist Horst Werning, DK1QH. Auf dem Frühjahrstreffen im April 2008 wurde der Mitbegründer der RRDXA, Walter Skudlarek, DJ6QT zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Mitglied der RRDXA kann jeder DX- oder contestinteressierte OM/YL werden. Der einfachste Weg ist auf dem Deckblatt seines Logs für einen der genannten Conteste bei der Clubzugehörigkeit die "Rhein Ruhr DX Association" anzugeben. Die Mitgliedschaft besteht dann mindestens fünf Jahre und wird durch jede neue Teilnahme verlängert. Es wird kein Mitgliedsbeitrag erhoben. Die RRDXA finanziert sich durch Spenden der Clubmitglieder.

Die RRDXA ist Mitglied des RTA (Runder Tisch Amateurfunk).

Weitere Informationen kann man unter http://rrdxa.eu abrufen.

Wo bekomme ich mehr Informationen?


Diskussionsforen:

  • CQ-Contest-Reflektor: Viele Diskussionen zu fast allen Aspekten des Contestens mit einem leichten W-Schwerpunkt und einem sehr nützlichen per Volltextsuche abfragbaren Archiv
  • 3830: Hier posten viele Contester ihre Ergebnisse. Wertvoll vor allem wegen der Fülle von Erfahrungsberichten; verfügt ebenfalls über ein monatsweise angelegtes Archiv und die Möglichkeit der Volltextsuche

Welche Conteste sind interessant?

In diesem Kapitel werden einige interessante Conteste beschrieben. Diese Kurzbeschreibung soll nicht die Regeln des Contests ersetzen, sondern eher den Charakter des Contests widergeben.

Fieldday-Conteste: Warum mitmachen?

Was ist das Besondere?

Als Team fährt man in die Natur, baut eine Funkstation mit autarker Stromversorgung auf und funkt 24 Stunden mit Europa und der Welt. Es ist für "Sesselfunker" ein Abenteuer, in der freien Natur zu sein. Es ist spannend, eine simple, aber effektive Antenne aufzubauen und die Stromversorgung zu realisieren.

Auch für einen Single-OP kann der Fieldday die Gelegenheit sein, um an einem QRN-armen Standort mit großer Entfaltungsmöglichkeit einmal eine etwas aufwändigere Antenne gleich richtig ausnutzen zu können.

Ein paar Tips bis hin zur richtigen Zeltauswahl auf der Webseite des englischen Verbandes RSGB[11].

Daten

  • Datum: CW: erstes volles Juni-Wochenende; SSB: erstes volles September-Wochenende
  • Bänder: 160 -10 m, keine WARC-Bänder. Im SSB-Teil kein 160 m.
  • Multis: DXCC- und WAE-Länder
  • Log: Einsendeschluß 14 Tage nach Contestende im STF- oder Cabrillo-Format
  • Ausschreibung: http://www.darc.de/referate/dx/

WAG-Contest: Warum mitmachen?

Was ist das Besondere?

Der Worked-All-Germany-Contest kann auf eine lange Tradition zurückblicken. 1959 fand der erste Vorläufer (WADM-Contest) statt. Seit 1962 wird der Contest jährlich veranstaltet. Er bietet uns deutschen Teilnehmern die Möglichkeit, einmal ein Pile-Up von der anderen Seite zu erleben. Selbst mit Standardausrüstung (100 Watt und Dipol) oder mit QRP-Technik kann man dieses für uns seltene Gefühl spüren. Der Contest ist mit einer Laufzeit von 24 Stunden auch ohne große Pausen zu beherrschen und bietet sowohl für den reinen Telegrafie- als auch den reinen SSB-Operator ein reichhaltiges Stationsangebot, mittlerweile weltweit. Aufgrund seines Termins kurz vor dem WWDX SSB wird der Contest gern zur Vorbereitung des Setups dieses 48-Stunden-Contestes genutzt.

Daten

Der Contest findet immer am dritten vollen Wochenende im Oktober statt. Beginn ist Samstag 1500 UTC und Ende am Sonntag um 1459 UTC. Die Ausschreibungen, Logeingang, Claimed Scores, Endergebnisse mit Urkundendruck gibt es hier.

WAE-Contest: Warum mitmachen?

Der Worked-All-Europe-Contest existiert inzwischen über 50 Jahre. Er wird von vielen als der interessanteste Contest überhaupt bezeichnet, während ihn andere überhaupt nicht mögen. Der WAE ist in drei Teile gesplittet: SSB, CW und RTTY an getrennten Terminen. Im WAE geht es um DX-Verbindungen - in den Teilen SSB und CW werden Verbindungen innerhalb Europas mit 0 Punkten gewertet.

Was ist das Besondere?

Das Besondere am WAE ist der einzigartige QTC-Verkehr. Da die QTCs in der Regel sehr zügig übertragen werden, stellen Sie eine echte Herausforderung an den Contest-OP dar.

Sicht von DX: die DX-Station muß die Waage halten zwischen neue QSOs fahren und QSOs als QTCs geben. Wird während einer Öffnung zu viel Zeit für QTC-Betrieb verwendet, fehlen am Schluß die QSOs (und damit QTCs, die gegeben werden könnten). Werden zu wenige QTCs vergeben, hat die DX-Station am Ende des Contests viele QTCs übrig, die nicht verteilt werden konnten.

Sicht von Europa: Es lohnt sich, gezielt QTCs zu sammeln. Da ein QTC so viel wert ist wie ein QSO, kann man hier mit einer Verbindung bereits 11 Punkte machen (1x QSO + 10x QTC). In Telegrafie ist dies gewiss ein wenig anstrengend, da QTCs oft mit einem Tempo von rund 30 WPM, teilweise auch schneller, gesendet werden.

Ausnahmen: Im RTTY-Teil des WAEDC dürfen QTCs auch von Europa aus nach DX versendet werden.

Daten

  • CW: August, zweites volles Wochenende, Samstag 0000 UTC bis Sonntag 2359 UTC
  • SSB: September, zweites volles Wochenende, Samstag 0000 UTC bis Sonntag 2359 UTC
  • RTTY: November, zweites volles Wochenende, Samstag 0000 UTC bis Sonntag 2359 UTC
  • Bänder: 80 bis 10 m, keine WARC-Bänder.
  • Multis: für DX-Stationen: WAE-Länder; für EU-Stationen: außereuropäische DXCC-Länder; im RTTY-Teil: WAE- und DXCC-Länder.
  • Log: Einsendeschluß siehe Ausschreibung auf der Homepage
  • Homepage: www.waedc.de
  • Single-OP mit Pflichtpause

CQ-160-m-Contest: Warum mitmachen?

Jahreszeitlich bedingt sind die Ausbreitungsbedingungen im Winter für das 160-m-Band am besten - was liegt da näher, als den 160-m-Contest mit seinen beiden Teilen SSB und CW in den Januar und Februar zu legen?

Was ist das Besondere?

Das Besondere am 160-m-Contest ist das 160-m-Band. Es hat seinen eigenen Reiz - auch wenn die Antennen sehr schnell sehr viel Platz verschlingen. Trotzdem kann man mit Kompromiss-Antennen (z.B. einem verkürzten 160-m-Dipol) teilnehmen und an einem Wochenende viele Länder arbeiten. Zu kaum einem anderen Zeitpunkt sind alle großen 160-m-Stationen (gerade diese haben sehr gute Empfangsantennen) in der Luft - und das ermöglicht schnell mal das eine oder andere neue DXCC-Land auf 160 m. Am SSB-Wochenende herrscht allerdings ein ziemliches Gedränge auf dem Band.

Daten

  • CW: Januar, letztes volles Wochenende, Samstag 0000 UTC bis Sonntag 2359 UTC
  • SSB: Februar, letztes volles Wochenende, Samstag 0000 UTC bis Sonntag 2359 UTC
  • Band: ausschließlich 160 m
  • Multis: DXCC-Länder plus WAE-Länder, Kanadische Areas, US-Staaten
  • Log: Einsendeschluß siehe Ausschreibung auf der Homepage
  • Homepage: www.cq-amateur-radio.com

WPX-Contest: Warum mitmachen?

Der WPX-Contest ist ein Contest, der sehr viel Spaß machen kann. Die Beteiligung ist hoch, und weil es sehr viele Multis gibt, steigt der Score recht schnell. Dadurch, daß die Multis bänderübergreifend gewertet werden (jeder Multi nur einmal, nicht einmal pro Band wie bei vielen anderen Contesten), ist der Contest auch für Stationen interessant, die beispielsweise keinen Platz für Lowband-Antennen haben und deshalb sonst auf die Multis dort verzichten müssen.

Was ist das Besondere?

Im WPX zählen alle Präfixe als Multiplikator. Im Vergleich zur Anzahl der möglichen Präfixe (DB1-DB9, DC0-DC9, DD0-DD9, ... ) ist die Zahl der aktiven Teilnehmer eher gering. Man hat also eine gute Chance, als DL4, DJ5, DK3 oder mit den neuen Präfixen DQ/DP/DR plötzlich als der einzige Multiplikator mit diesem Präfix auf dem Band zu sein. Hierdurch kann man sehr gut einmal ein kleines "Pile-Up" erleben, indem man sich eine freie Frequenz sucht und ruft.

Daten

  • RTTY: Februar, letztes volles Wochenende, Samstag 0000 UTC bis Sonntag 2359 UTC
  • SSB: März, letztes volles Wochenende, Samstag 0000 UTC bis Sonntag 2359 UTC
  • CW: Mai, letztes volles Wochenende, Samstag 0000 UTC bis Sonntag 2359 UTC
  • Bänder: 160 bis 10 m, keine WARC-Bänder (RTTY: 80 bis 10 m)
  • Multis: alle Präfixe inkl. der Ziffer, z.B. DL1, DL2, WB9, K1, ...
  • Log: Einsendeschluß siehe Ausschreibung auf der Homepage
  • Homepage: www.cqwpx.com

CQ-WW-DX-Contest: Warum mitmachen?

Was ist das Besondere?

Der größte weltweite Contest! Hier gehts wirklich rund. Die ganze Welt ist dabei, Ende September im RTTY-, Ende Oktober im SSB- und zuletzt Ende November im CW-Teil. Wem noch Länder oder ähnliches für ein Diplom fehlen, der sollte mal die Bänder abgrasen. Rapport-Austausch: RS(T)+WAZ-Zone (DL=14). Vy 55!

Und es gibt gerade zu diesen Contesten eine ganze Reihe von Expeditionen, die nicht gerade alltägliche DXCC-Gebiete aktivieren.

Daten

  • RTTY: letztes volles Wochenende im September
  • SSB: letztes volles Wochenende im Oktober
  • CW: letztes volles Wochenende im Novemember

jeweils Samstag 0000 UTC bis Sonntag 2400 UTC (also 48 Stunden ohne Pause)

DARC VHF-, UHF-, Mikrowellen-Wettbewerb

Was ist das Besondere?

Die regelmäßig stattfindenden UKW-Conteste des DARC bieten durch die hohen Teilnehmerzahlen die Gelegenheit, große Distanzen auch mit einer kleinen Station zu überbrücken, die eigene Station zu testen und mit denen der anderen Teilnehmer zu vergleichen. Top-Stationen haben zumeist eine exponierte Lage mit freier Sicht in alle Richtungen, große Antennenanlagen und (meist max. erlaubte) hohe Sendeleistungen. Viele Teilnehmer fahren aber auch einfach mit Mobil-TRX und kleiner Yagi auf den nächsten Berg und machen nur stundenweise Betrieb. Parallel zu den UKW-Contesten vom DARC finden oftmals auch UKW-Conteste in anderen europäischen Ländern statt.

Was brauche ich, um erfolgreich teilzunehmen?

Grundsätzlich gilt: viel hilft viel. Je mehr Antennen, Antennengewinn und Ausgangsleistung, desto besser. Die Koaxkabel zwischen Sender und Antenne sollten so wenig Verluste wie möglich haben. Das QTH sollte hoch und rundherum frei sein. Auf 2 m kann man aber auch schon mit 10 bis 12 dBd Antennengewinn und 50 W Ausgangsleistung an einem durchschnittlichen QTH durchaus respektable Platzierungen im oberen Viertel erreichen. Für 70 cm reichen Yagis mit 15 bis 17 dBd Gewinn und Ausgangsleistungen bis 50 W für eine gute Platzierung. Auf 23 cm und allen höheren Bändern steigen die Anforderungen an Antennengewinn, Kabeldämpfung und QTH. Große Ausgangsleistungen sind nur mit hohem Aufwand zu erreichen.

Wann finden die Conteste statt und wie sind die Regeln?

Die Conteste finden jeden Monat zwischen Februar und November am jeweils ersten vollständigen Wochenende statt. Eine komplette Übersicht mit den Teilnahmebedingungen befindet sich unter http://www.darc.de/referate/ukw-funksport/index.html.

Nordic-Activity-Contest

Was ist das Besondere?

Der Nordic-Activity-Contest (NAC) des dänischen Amateurfunkverbandes EDR[12] findet jedes Jahr wöchentlich in der Zeit von Januar bis Dezember statt. Ziel dieses Contests ist es, die Aktivität oberhalb der Kurzwellenbänder zu steigern. Teilnehmen kann man auf allen Bändern ab 6 m aufwärts (Contestbetrieb im 6-m-Band ist in DL nicht erlaubt). Da es sich um einen "nordic", also nordischen Contest handelt, befindet sich das Zentrum der Aktivität in Skandinavien und Nordwesteuropa.

Was brauche ich, um erfolgreich teilzunehmen?

Hier gilt im Grundsatz das gleiche wie für die DARC-VHF-, UHF- und Mikrowellen-Wettbewerbe: viel hilft viel. Je nach QTH und Überreichweiten reichen aber auch hier kleine Stationen.

Wann finden die Conteste statt und wie sind die Regeln?

Die Aktivität findet an den ersten vier Dienstagen sowie dem zweiten und dritten Donnerstag im Monat in der Zeit von 19 bis 23 CET (nicht UTC!) statt. Ausgetauscht werden im Gegensatz zu vielen anderen UKW-Contesten keine Seriennummern, sondern lediglich Rapport und Locator.

  • 1. Dienstag im Monat: 2 m
  • 2. Dienstag im Monat: 70 cm
  • 3. Dienstag im Monat: 23 cm
  • 4. Dienstag im Monat: Mikrowelle
  • 2. Donnerstag im Monat: 6 m
  • 3. Donnerstag im Monat: 4 m

Eine komplette Terminübersicht sowie die Teilnahmebedingungen mit der Berechnung der Endpunktzahl befinden sich unter http://www.vushf.dk/Pages/contest/contestsoz.htm.

IARU Region 1 VHF-, UHF-, Mikrowellen-Wettbewerb

Was ist das Besondere?

Diese Conteste sind - im Gegensatz zu den DARC-UKW-Contesten - internationale Wettbewerbe, in denen sich die Stationen in der IARU-Region-1 länderübergreifend miteinander messen können. Darüber hinaus gibt es aber in fast allen Ländern nationale Ergebnislisten.
Es gibt drei Wettbewerbe:

  • IARU-Region-1-VHF-Wettbewerb - nur 2 m
  • IARU-Region-1-UHF-, Mikrowellen-Wettbewerb - nur 70 cm und höher
  • IARU-Region-1-VHF-CW-Wettbeweb (Marconi) - nur 2 m CW

Die Teilnehmerzahlen sind sehr hoch. Im VHF-Wettbewerb werden allein 500 bis 700 Logs in der Teilnehmerklasse "Einmann" eingereicht. Hinzu kommen 200 bis 400 Logs in der Teilnehmerklasse "Mehrmann". Bei Überreichweiten kann man sein Log leicht mit Stationen aus halb Europa füllen.

Was brauche ich, um erfolgreich teilzunehmen?

Auch hier gilt: viel hilft viel (siehe hier). Für eine Platzierung im vorderen Viertel braucht man in diesen Wettbewerben durch die hohen Teilnehmerzahlen allerdings etwas mehr Antennengewinn und höhere Ausgangsleistungen.

Wann finden die Conteste statt und wie sind die Regeln?

  • IARU-Region-1-VHF-Contest: 1. Wochenende im September (parallel zum SSB-Fieldday-Contest)
  • IARU-Region-1-UHF-, Mikrowellen-Wettbewerb: 1. Wochenende im Oktober
  • IARU-Region-1-VHF-CW-Wettbewerb (Marconi): 1. Wochenende im November

Die Regeln stimmen mit den „Allgemeinen Teilnahmebedingungen für DARC-VHF-, UHF- und Mikrowellen-Wettbewerbe“ überein und können hier nachgelesen werden.

Literaturhinweise

  1. Präfix: Der vordere Teil eines Rufzeichens inklusive der Ziffern, also z.B. DL1, DL2, DL3, W4, DR2006 sind alles verschiedene Präfixe. Eine genaue Definition des CQ-WPX-Contests findet man unter http://www.cqwpx.com/rules.htm
  2. Aktuelle CTY.DAT: siehe http://www.country-files.com/cty
  3. Webseite des DXCC-Programms der ARRL: http://www.arrl.org/dxcc
  4. WAE ist das vom DARC herausgegebene Diplom Worked All Europe; Basis für dieses Diplom sind die Länder Europas, die im wesentlichen mit den DXCC-Ländern in Europa identisch sind; zusätzlich kommen hinzu: IT9 (Sizilien), GM/S (Shetland-Inseln), 4U1VIC (UN Wien), JW/B (Bäreninsel) und der europäische Teil der Türkei (TA1). Die aktuelle WAE-Länderliste ist auf den Webseiten des DARC-HF-DX-Referats veröffentlicht.
  5. Webseite des WAZ-Diplomprogramms der Zeitschrift CQ: http://www.cq-amateur-radio.com/wazmain.html
  6. Informationen zu DB0SUE: http://www.m15.de/cms+/?DX-Cluster
  7. S56A note: CW contest can be also operated by mouse and MRP40 decoder! Speech recognition might not be good enough for HF SSB QRM. ITU gives as frequencies for propagation studies and technical education. RTTY is good for both goals. Just two transistors and resistors required for FSK.
  8. Cabrillo Specifications: http://www.kkn.net/~trey/cabrillo/
  9. Spezifikation STF-Format: http://www.darc.de/referate/dx/contest/log/stf/
  10. Audio-Mitschnitte von K5ZD, CQWWDX 2005: http://www.k5zd.com/live/wwcw05/audio_wwcw05.html in CW und http://www.k5zd.com/live/wwph05/audio_wwph05.html in SSB
  11. Fieldday-Tips der RSGB
  12. Experimenterende Danske Radioamatører: http://www.edr.dk
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